Spielberichte
31. Spieltag, 17.04.2014

2

:

0

Sparkassen Erzgebirgsstadion Aue, Donnerstag 17. April 2014
(Kick off 18.30 Uhr)


Aue feiert Klassenerhalt am 31. Spieltag


Im 92. Pflichtspiel gegen den alten Rivalen Dynamo Dresden, gelang dem FC Erzgebirge Aue mit einem 2-0 Sieg der vorzeitige Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. 15.000 Zuschauer bildeten im ausverkauften Erzgebirgsstadion eine würdige Kulisse für das Duell. Bei den Platzbesitzern gab es kurz vor dem Anstoß eine Änderung in der Aufstellung: Für den beim Aufwärmen an den Adduktoren verletzten Miatke begann Luksik. Dieser setzte nach fünf Minuten per Freistoß auch gleich das erste Ausrufezeichen. Dynamo-Torwart Kirsten konnte seinen Versuch aus gut18 Metern mit einer Glanzparade über die Querlatte abwehren. Die folgene Ecke, von Benatelli getreten, nutzte Aue dann zum 1-0 durch Fink, der hinter Kempe stehendend, aus sechs Metern links unten einköpfte. Fatal für die Gäste war die Tatsache das, der zweite Pfosten nicht besetzt war. Aue wirkte mit der Führung danach im Rücken etwas präsenter, während bei Dynamo der letzte Zug zum Tor fehlte. Nach neun Minuten hatte Fink das 2-0 auf dem Kopf, traf den Ball nach einem Freistoß von Kocer aber nicht optimal. Die Stimmung im Stadion war jetzt vom feinsten. Dynamo zeigte sich nach einer Viertelstunde zum ersten Mal gefährlich vor dem Auer Tor. Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld kam Poté einen Schritt zu spät. Vier Minuten später sollte aber zum zweiten Mal riesiger Jubel im Lößnitztal ausbrechen, als Löning mit einem Traumtor auf 2-0 erhöhte. Dresdens Torwart Kirsten hatte zuvor den Ball, nach einem Nickenig Freistoß aus der eigenen Hälfte, im Sprungduell mit Sylvestr und Leistner, genau auf die Füße von Löning gefaustet, der aus 30 Metern direkt und mit viel Gefühl abzog und in den rechten Winkel traf. Erst jetzt wachten die Gäste auf.
Der Ex-Auer Kempe (21.) schoss aus der Drehung einen Gegner an. Absteiger-Absteiger Rufe hallten durch Stadion.
Koch (27.) vefehlte eine Lossila Flanke ganz knapp mit dem Kopf und setzte einen Kopfball (33.) übers Tor. Dynamo Trainer Janßen reagierte und brachte mit Grifo nach 29 Minuten eine weitere Offensivkraft. Aue blieb weiter aktiv im Vorwärtsgang. Leistner klärt in höchster Not (36.) nach einer Benatelli Eingabe und nach feinem Doppelpaß Zuspiel zwischen Sylvestr und F. Müller (38.), verzieht Aues Mittelfeldspieler knapp am rechten oberen Tordreieck. Aues Offensiv Waffe über die Außenpositionen kam diesmal nur über die rechte Seite (F. Müller) zur Geltung. Glück hatten die Veilchen aber in der 41. Minute. Luksik verschuldete gegen Grifo einen Freistoß in äußerst unangenehmer Position. Kempe hämmerte den Ball ans Quergebälk und sprang vor der Linie auf. Nickenig klärte in höchster Not per Kopf. Ein weitere Schußchance von Kempe (45.) wurde noch zur Ecke abgefälscht.

Nach der Pause drückte Dresden mit Vehement auf den Anschluss. Dedic, der für Kempe kam, sollte helfen, die Wende im Spiel einzuleiten. Aue begnügte sich indes zunächst mit der Defensive und setzte offensiv kaum Akzente. Nach 49 bzw. 50 Minuten verpassten Dedic und Pote für Dresden in der Mitte nur knapp die scharfen und gefährlichen Eingaben von Grifo. In der 52. Minute köpfte Dedic aus sieben Metern freistehend über das Tor und scheitert auch nach 56 Minuten mit einem versuchten Lupfer an Männel. Als der Bälle aber immer gefährlicher auf das Gehäuse der Auer kam, war Keeper Männel zur Stelle. Der Schlussmann rettete nach 57 Minuten zwei Mal glänzend gegen Poté, der es aus Nahdistanz erst mit dem Fuß und dann per Kopf versuchte. Auch mit einem platzierten Kopfball (61.) konnte er Männel nicht überwinden. Die Auer konnten mit dem 2-0 im Rücken für keine Entlastung sorgen. Dresden blieb am Drücker. Brégerie (67.) mit einem Freistoß in die Arme von Männel und Dedic (69.) der mit einem Drehschuß an Luksik scheiterte hatten weitere Möglichkeiten. Aues Abwehr spielte aber höchst kompromislos und schlug fast jeden Ball aus der Gefahrenzone. Zehn Minuten vor dem Ende erlahmten aber die Kräfte bei den Gästen. Aue machte sich mit Konter frei. Kocer (81.) jagte eine Direktabnbahme über den Kasten und der eingewechselte König (86.) zögerte einfach zu lange anstatt den Ball ins Tor zu schieben. So mußten die Zuschauer noch lange fünf Minuten Nachspielzeit aushalten, aber die Veilchen schaukelten auch diese über die Zeit. Danach kannte der Jubel im Lößnitztal keine Grenzen. (Burg)

Trainerstimmen:
Olaf Janßen (Dresden): "Gratulation an Aue zum Klassenerhalt. Für uns ist es ein sehr bittere Stunde, weil wir beide Gegentore uns praktisch die Bälle selbst reingelegt haben. Wenn man solche Geschenke kurz vor Ostern dem Gegner serviert, kann man sich nicht beklagen. Normalerweise fällt danach eine Mannschaft in sich zusammen. Aber im Gegenteil: Wir hatten dann viele gute Möglichkeiten, um Tore zu erzielen. Wenn man diese aber nicht nutzt, verliert man eben so ein Spiel. Wir müssen das nun ganz schnell analysieren und in den restlichen Spielen die erforderlichen Punkte holen."

Falko Götz (Aue): "Mit dem heutigen Sieg haben wir unser Saisonziel von 40 Punkten schon drei Spieltage vor Schluss erreicht. Wir konnten schnell 2-0 in Führung gehen, mussten am Ende aber mit einem sogenannten Arbeitssieg die Punkte einfahren. Darüber bin ich aber nicht böse, denn der Zweck heiligt die Mittel. Wir sind natürlich stolz, dieses wichtige Derby gewonnen zu haben. Ich bin davon überzeugt, dass wir in den restlichen Spielen noch einige Punkte holen werden."


Pressekonferenz in Aue. Foto: Burg











Aue: Männel - Klingbeil, Nickenig (72. González), Paulus, Luksik - Kocer, Benatelli, Fink, F. Müller - Löning (59. Diring), Sylvestr (79. König)

Dresden: Kirsten - Gueye (72. Fiel), Brégerie, Leistner, Schulz - Losilla, Kempe (46. Dedic) - Ouali, Koch, Stefaniak (29. Grifo)- Poté

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)

Tore: 1-0 Fink (6.), 2-0 Löning (19.)

Gelbe Karten: Kocer (78.) / Grifo (55.), Dedic (84.)

Reserverbank Aue: Schulze - Miatke, Novikovas, Schröder

Spielstatistik
Torschüsse Gesamt: 9 - 21
Schüsse aufs Tor: 3 – 6
gehaltene Bälle: 6 - 1
Ecken: 2 - 3
Flanken: 6 - 19
Ballbesitz inkl. Zuspiele: 36% - 64%
Gewonnene Zweikämpfe am Ball: 58% - 42%
Pässe inkl. Standards: 59% - 78%
Fouls: 14 – 21
Laufdistanz in Km: 119,34 – 117,60
Sprints: 205 - 193
Meisten Ballkontakte: Fink (54) - Leistner (92)

Zuschauer im Erzgebirgsstadion 2013/14
Sa. 27.7. - Sandhausen.................8.200
So. 11.8. - Aalen..........................8.750
Fr. 23.8. - Cottbus.......................9.550
Fr. 13.9. - Bielefeld.....................8.350
Fr. 27.9. - Karlsruhe.....................7.050
Sa. 19.10. - Bochum.....................8.100
Sa. 2.11. - SpVgg Gr. Fürth.........8.750
So. 24.11. - Düsseldorf.................8.300
Fr. 6.12. - St. Pauli.....................8.700
So. 15.12. - Ingolstadt...................7.200
Mo. 18.2. - Kaiserslautern............8.600
Sa. 1.3. - 1.FC Köln.....................13.050
Sa. 15.3. - TSV 1860 München....8.750
Mi. 26.3. - FSV Frankfurt..............7.200
So. 6.4. - 1.FC Union Berlin.....12.000
Do. 17.4. - Dynamo Dresden.....15.000 (ausv.)
So. 4.5. - SC Paderborn...............15.30 Uhr

Zuschauer Ø Heimbilanz im 10 Jahres Vergleich (nur Punktspiele)
2. Liga 2003/04 - 17 - 11.088
2. Liga 2004/05 - 17 - 12.730
2. Liga 2005/06 - 17 - 11.417
2. Liga 2006/07 - 17 - 11.568
2. Liga 2007/08 - 17 - 10.606
3. Liga 2008/09 - 19 - 8.089
3. Liga 2009/10 - 19 - 8.963
2. Liga 2010/11 - 17 - 10.255
2. Liga 2011/12 - 17 - 9.384
2. Liga 2012/13 - 17 - 8.714

Die drei besten Auer Zuschauer Heimbilanzen aller Zeiten
1. - 2. Bundesliga 2004/05 - 17 Spiele - Ø 12.730
2. - DDR Oberliga 1981/82 - 13 Spiele - Ø 12.538
3. - DDR Oberliga 1968/69 - 13 Spiele - Ø 12.385