FC Erzgebirge Aue - Vereinsdaten

Anschrift: FC Erzgebirge Aue e.V.
Lößnitzer Straße 95, 08280 Aue
Telefon: 03771-59820
Telefax: 03771-598229
Internet: Web: www.fc-erzgebirge.de
E-Mail: info@fc-erzgebirge.de
Gründung: 04. März 1946 als SG Aue
Präsident: Helge Leonhardt (seit 03.09.2014)
Etat: 9,4 Mio (Stand: 08/2018)
Mitglieder: 7.240 (Stand: 08/2018)
Fanclubs: 90 (ca. 1900 Mitglieder)
Dauerkarten: 3.600 (Stand: 08/2018)

Größte Erfolge:
  • DDR-Meister 1956, 1957 und 1959
  • FDGB-Pokalsieger 1955
  • Viertelfinale im Europapokal der Landesmeister 1958/59
  • Sachsenpokalsieger 2000, 2001, 2002 und 2016
  • Aufstieg in die 2. Bundesliga 2003, 2010 und 2016
Chronik des Vereins:
In der Zeit zwischen der Jahrhundertwende und dem Ende des II. Weltkriegs gab es in Aue die Vereine SV Aue, Alemannia Aue, Sportlust Aue, VfB Aue-Zelle und den VfR Auerhammer. Große Erfolge oder überregionale Bedeutung erlangte aber keine dieser Spielgemeinschaften.

Im Sommer 1945 treffen sich die aus dem Krieg zurückgekehrten Auer Fußballer im Vereinslokal des SV Aue ein und gründen die SG Aue. Wenige Tage später am 20.August 1945 wird das erste Spiel gegen Saxonia Bernsbach ausgetragen (2:2). Aue wird in der Saison 1945/46 Kreismeister.

Bis zum Ende der Spielzeit 1947/48 wurde in Sachsen nur auf Kreisebene gespielt. Ab der Saison 1948/49 spielte Aue in der Bezirksliga Westsachsen und qualifizierte sich mit einem 4. Platz für die Landesklasse West.

Die wahre Geburtsstunde der späteren BSG Wismut Aue schlug am 24.09.1949. An dem Tag wurde die BSG Pneumatik Aue gegründet. Erster Trägerbetrieb dieser BSG war das damalige Werk 512 der SDAG Wismut.

In der Landesklasse Sachsen Staffel West 1949/50 wurde Aue mit einem Punkt Rückstand auf SG Lauter Zweiter, somit qualifizierte sich die BSG Pneumatik für die DS-Liga Süd (2. Liga) 1950/51.

Mit Beginn dieser Spielzeit änderte sich der Name in BSG Zentra Wismut Aue und man belegte nach holprigen Beginn, mit zwei Niederlagen am Stück, am Ende den 1. Platz - Aufstieg in die DDR-Oberliga!!!

Am 29.August 1951 findet das erste Oberligaspiel - jetzt unter dem Namen
BSG Wismut Aue - gegen Fortschritt Meerane (3:2) statt. Aue belegt am Ende der Saison den 7.Platz.

1952/53 verfehlt man um Haaresbreite den Meistertitel. Punktgleich mit Dynamo Dresden beendet Aue die Saison. Im anberaumten Entscheidungsspiel in Berlin unterliegt man Dresden mit 2:3 n.V..

1954 folgt der Versuch Wismut Aue tot zumachen. Die Mannschaft soll jetzt
SC Wismut Karl-Marx-Stadt heißen und auch in die Bezirkshauptstadt umziehen. Als die Wismut-Kumpel davon Wind bekommen drohen sie zu streiken und damit den Bergbau lahm zulegen. Also folgt ein Kompromiss, man spielt weiter in Aue heißt aber Karl-Marx-Stadt.

1955 wird das Spielsystem auf "sowjetische Verhältnisse" umgestellt, dass heißt die Saison wird dem Kalenderjahr angepasst. Dazu ist eine Übergangsrunde (nur 13 Spiele - kein Meister - keine Absteiger) notwendig, welche Wismut gewinnt. Zwar darf man sich nicht Meister, aber immerhin stolzer Besitzer eines neuen Busses (Prämie für den Sieger dieser Runde) nennen. Doch ein Titel sollte es 1955 trotzdem geben - den FDGB-Pokal. Nach Siegen über BSG Chemie Karl-Marx-Stadt 3:0 (auswärts), BSG Chemie Agfa Wolfen mit Sieg am grünen Tisch (1:0 für Aue gewertet, da Wolfen einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatte), BSG Lok Haldensleben 5.0 (heim), Dynamo Berlin (5:2 n.V./ausw.), einem Freilos im Viertelfinale und Brieske-Senftenberg (4:2/heim-HF) erreichte man das Finale in Leipzig. Dort traf man auf Empor Rostock und gewann mit 3:2 n.V..

Eines der wohl spektakulärsten Spiele (war ein Freundschaftsspiel) bestreitet Wismut 1956 im Leipziger Zentralstadion gegen den 1. FC Kaiserslautern. Vor 110.000 Zuschauer gewinnt Lautern mit 5:3.

Ebenfalls 1956 sichert sich Wismut am vorletzten Spieltag mit einem 1:0-Sieg über Dynamo Berlin den ersten Meistertitel, welcher 1957 erfolgreich verteidigt wird.

In den Folgejahren spielt Wismut im Europapokal der Landesmeister. Teams wie Ajax Amsterdam, Rapid Wien oder IFK Göteborg gastieren in Aue. Der größte internationale Erfolg ist das erreichen des Viertelfinales im Jahr 1959, wo man sich Young Boys Bern erst im Entscheidungsspiel mit 1:2 geschlagen geben muss.

Nach Platz 4 1958 schlägt man ein Jahr später noch einmal zu. Am letzten Spieltag wird Wismut durch einen 2:0-Erfolg beim SC Lok Leipzig zum dritten und letzten mal Meister. Ebenfalls 1959 erreicht Wismut das Pokalfinale gegen Dynamo Berlin aber unterliegt den Hauptstädtern im Wiederholungsspiel mit 2:3. In der Folgejahren richtete sich Aue im Mittelfeld der Tabelle ein.

Die Saison 1963/64 brachte die "Heimkehr", denn der Verein hieß ab sofort wieder BSG Wismut Aue. In der Rückrunde 1965/66 - Im April 1966 – am Karfreitag am 8. April lief die Auer Wismut Mannschaft zum ersten Mal mit Lila Trikots auf. Gegner im Auer Otto-Grotewohl-Stadion war die BSG Chemie Leipzig. Die roten Trikots wurden abgelegt und seither wird im Lößnitztal in Lila gespielt - die "Veilchen" waren geboren.

In den siebziger Jahren war der Kampf um den Klassenerhalt das täglich Brot der Wismut-Mannschaft und im Frühjahr 1975 sah es ganz düster aus. Die Konstellation; Aue muss gegen Erfurt gewinnen und hoffen dass Rostock beim designierten (standen schon als Absteiger fest!!!) Absteiger aus Stralsund mindestens einen Punkt lässt. Aue siegte mit 2:1 und Rostock schafft nur ein Remis in Stralsund. Rostock steigt ab und Aue ist gerettet.

1980/81 wieder Abstiegsspannung pur am letzten Spieltag, doch diesmal sind gleich vier Teams betroffen Riesa, Böhlen, Aue und Z***. Am Ende müssen Riesa und Böhlen den bitteren Weg in die Liga antreten.
1984/85 und 1986/87 wird jeweils der 4.Platz und damit die Teilnahme am UEFA-Cup erkämpft.

In der Winterpause der Saison 1989/90 erfolgt die Umbenennung in
FC Wismut Aue und am Ende der Spielzeit steigt man, nach 1019.Spielen und 40 Jahren Zugehörigkeit zur DDR-Oberliga, ab.

Im Frühjahr 1991 verpasst man den ersten Platz und die damit verbundene Relegation zur 2.Bundesliga wegen der schlechteren Tordifferenz. Auf die genaueren Umstände soll hier nicht näher eingegangen werden. (bei Gleichheit in der Differenz wäre Zwickau auch erster geblieben, weil mehr Tore erzeilt – also müßte es heißen: wegen der um zwei Tore schelchteren Tordifferenz).

1994 und 2000 schafft die seit 01.01.1993 unter dem Namen FC Erzgebirge Aue spielende Mannschaft die Qualifikation zu den jeweils neu eingerichteten Regionalligen-Nordost (1994) und Nord (2000).

Von 2000 - 2002 gewinnt Aue dreimal in Folge den Sachsenpokal.

Die Saison 2002/03 bringt die vielleicht größte Sensation im Ostfußball, seit dem Meistertitel von Chemie Leipzig 1964 und dem Aufstieg von Energie Cottbus in die Bundesliga im Jahr 2000. Die als Abstiegskandidat gehandelte Auer-Mannschaft wird Staffelsieger der Regionalliga Nord und steigt in die 2. Bundesliga auf.

Nach 5 Spielzeiten im deutschen Fussball-Unterhaus ging es wieder eine Etage tiefer. In der Winterpause 2007/08 zog Gerd Schädlich die Notbremse und gab den Weg freiwillig frei. Sein Nachfolger Roland Seitz schaffte es jedoch nur zu 10 Punkten aus 12 Spielen und der Abstieg war besiegelt. Die Mannschaft fiel auseinander (22 Abgänge) und befand sich danach in der neugeschaffenen 3. Liga wieder.

Nach zwei Spielzeiten in der neuen 3. Liga 2008/09 (12. Platz) und 2009/11 gelingt die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Am 30. April 2010 machten die Veilchen bereits am vorletzten Spieltag der 3. Liga den Aufstieg mit einem 2:1-Heimsieg gegen den Konkurrenten Eintracht Braunschweig perfekt.

Wieder hielt man sich fünf Spielzeiten in der 2. Bundesliga. 2012 und 2013 sicherte man sich nur mit Siegen die Klasse 2015 konnte der Verein als Vorletzter der Spielzeit 2014/15 die Klasse jedoch nicht halten.

2015/16 gab es unter Traner pavel Dotschev einen totalen Neuanfang. Durch einen 2:0-Sieg beim SC Fortuna Köln am vorletzten Spieltag schaffte Aue den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Zudem erreichte man das Finale des Sachsenpokal und traf auf den alten Erzrivalen FSV Zwickau. Im Finale im heimischen Stadion setze man sich durch einen Treffer von Mario Kvesić mit 1:0 durch. Nach der Hinrunde belegte die Mannschaft von Pavel Dotchev mit 13 Punkten den 17. Platz vor dem FC St. Pauli. Zwei Tage nach der 4:1-Niederlage im Sachsenderby gegen Dynamo Dresden verkündete Pavel Dotchev seinen Rücktritt. Für ein Spiel (Bielefeld 2-2/a) übernahm Robin Lenk interimsweise das Amt des Cheftrainers. Vor dem Spiel gegen den Karlsruher SC wurde mit Domenico Tedesco der neue Cheftrainer vorgestellt. Mit einem 0:1 gegen Fortuna Düsseldorf beendete das Team am 21. Mai 2017 die Saison auf Rang 14 und hielt somit die Klasse. Pascal Köpke und Dimitrij Nazarov waren mit 10 bzw. 9 Saisontoren die torgefährlichsten Spieler des FC Erzgebirge Aue in der Saison 2016/17.

Nach der Saison wurde Trainer Tedesco vom Erstligisten FC Schalke 04 abgeworben. Als Nachfolger wurde Thomas Letsch vom FC Liefering verpflichtet. Nach drei Niederlagen in den ersten drei Pflichtspielen wurde Letsch nach nur 57 Tagen im Amt von seinen Aufgaben entbunden und Robin Lenk übernahm erneut interimsweise den Cheftrainerposten. Im September 2017 wurde Hannes Drews, der bis dahin Holstein Kiels U19 trainiert hatte, verpflichtet wurde und Robin Lenk kehrte auf die Co-Trainer-Position zurück. Sein Debüt an der Seitenlinie gab Drews am 9. September 2017 beim 2:1-Auswärtssieg gegen den Bundesligaabsteiger FC Ingolstadt 04. Die Saison 2017/18 beendeten die Auer auf den 16. Platz und mussten deswegen in die Relegation gegen den Drittplatzierten aus der 3. Liga, den Karlsruher SC. Das Hinspiel im Karlsruher Wildparkstadion endete 0:0. Im Rückspiel avancierte Sören Bertram zum Auer Retter und führte den FC Erzgebirge Aue durch seine drei Treffer zum 3:1-Sieg. Damit ist Aue nach Dynamo Dresden und 1860 München erst der dritte Zweitligist, der sich in der kleinen Relegation gegen den Drittligisten durchsetzen konnte. Nachdem Erzgebirge die Klasse gehalten hat, wurde auf Wunsch von Hannes Drews sein Vertrag zum Saisonende aufgelöst. Am 14. Juni 2018 stellt Aue, mit Daniel Meyer seinen Nachfolger vor, der zuvor U-19 Trainer des Bundesligisten 1. FC Köln war.



Stadion:
Alles wissenswerte zum Stadion steht unter Erzgebirgsstadion.