FC Erzgebirge Aue - Vereinsdaten

Anschrift: FC Erzgebirge Aue e.V.
Lößnitzer Straße 95, 08280 Aue
Telefon: 03771-59820
Telefax: 03771-598229
Internet: Web: www.fc-erzgebirge.de
E-Mail: info@fc-erzgebirge.de
Gründung (offiziell): 24.09.1949 als
BSG Pneumatik Aue
Präsident: Helge Leonhardt (seit 03.09.2014)
Etat: 6,1 Mio (Stand: 08/2013)
Mitglieder: 2.900 (Stand: 09/2014)
Fanclubs: 90 (ca. 1900 Mitglieder)
Dauerkarten: 3.000 (Stand: 08/2013)

Größte Erfolge:
  • DDR-Meister 1956, 1957 und 1959
  • FDGB-Pokalsieger 1955
  • Viertelfinale im Europapokal der Landesmeister 1958/59
  • Sachsenpokalsieger 2000, 2001 und 2002
  • Aufstieg in die 2. Bundesliga 2003 und 2010
Chronik des Vereins:
In der Zeit zwischen der Jahrhundertwende und dem Ende des II. Weltkriegs gab es in Aue die Vereine SV Aue, Alemania Aue, Sportlust Aue und den VfR Auerhammer. Große Erfolge oder überregionale Bedeutung erlangte aber keine dieser Spielgemeinschaften.

Im Sommer 1945 treffen sich die aus dem Krieg zurückgekehrten Auer Fußballer im Vereinslokal des SV Aue ein und gründen die SG Aue. Wenige Tage später am 20.August 1945 wird das erste Spiel gegen Saxonia Bernsbach ausgetragen (2:2). Aue wird in der Saison 1945/46 Kreismeister.

Bis zum Ende der Spielzeit 1947/48 wurde in Sachsen nur auf Kreisebene gespielt. Ab der Saison 1948/49 spielte Aue in der Bezirksliga Westsachsen und qualifizierte sich mit einem 4.Platz für die Landesklasse West.

Die wahre Geburtsstunde der späteren BSG Wismut Aue schlug am 24.09.1949. An dem Tag wurde die BSG Pneumatik Aue gegründet. Erster Trägerbetrieb dieser BSG war das damalige Werk 512 der SDAG Wismut.

In der Landesklasse Sachsen Staffel West 1949/50 wurde Aue mit einem Punkt Rückstand auf SG Lauter Zweiter, somit qualifizierte sich die BSG Pneumatik für die DS-Liga Süd (2. Liga) 1950/51.

Mit Beginn dieser Spielzeit änderte sich der Name in BSG Zentra Wismut Aue und man belegte nach holprigen Beginn, mit zwei Niederlagen am Stück, am Ende den 1. Platz - Aufstieg in die DDR-Oberliga!!!

Am 29.August 1951 findet das erste Oberligaspiel - jetzt unter dem Namen
BSG Wismut Aue - gegen Fortschritt Meerane (3:2) statt. Aue belegt am Ende der Saison den 7.Platz.

1952/53 verfehlt man um Haaresbreite den Meistertitel. Punktgleich mit Dynamo Dresden beendet Aue die Saison. Im anberaumten Entscheidungsspiel in Berlin unterliegt man Dresden mit 2:3.

1954 folgt der Versuch Wismut Aue tot zumachen. Die Mannschaft soll jetzt
SC Wismut Karl-Marx-Stadt heißen und auch in die Bezirkshauptstadt umziehen. Als die Wismut-Kumpel davon Wind bekommen drohen sie zu streiken und damit den Bergbau lahm zulegen. Also folgt ein Kompromiss, man spielt weiter in Aue heißt aber Karl-Marx-Stadt.

1955 wird das Spielsystem auf "sowjetische Verhältnisse" umgestellt, dass heißt die Saison wird dem Kalenderjahr angepasst. Dazu ist eine Übergangsrunde (nur 13 Spiele - kein Meister - keine Absteiger) notwendig, welche Wismut gewinnt. Zwar darf man sich nicht Meister, aber immerhin stolzer Besitzer eines neuen Busses (Prämie für den Sieger dieser Runde) nennen. Doch ein Titel sollte es 1955 trotzdem geben - den FDGB-Pokal. Nach Siegen über Dynamo Berlin (5:2 n.V.) und Brieske-Senftenberg (4:2) sowie einem Freilos erreichte man das Finale in Leipzig. Dort traf man auf Empor Rostock und gewann mit 2:1 n.V..

Eines der wohl spektakulärsten Spiele bestreitet Wismut 1956 im Leipziger Zentralstadion gegen den 1. FC Kaiserslautern. Vor 110.000 Zuschauer gewinnt Lautern mit 5:3.

Ebenfalls 1956 sichert sich Wismut am vorletzten Spieltag mit einem 3:1-Sieg über Dynamo Berlin den ersten Meistertitel, welcher 1957 erfolgreich verteidigt wird.

In den Folgejahren spielt Wismut im Europapokal der Landesmeister. Teams wie Ajax Amsterdam, Rapid Wien oder IFK Göteborg gastieren in Aue. Der größte internationale Erfolg ist das erreichen des Viertelfinales im Jahr 1959, wo man sich Young Boys Bern erst im Entscheidungsspiel mit 1:2 geschlagen geben muss.

Nach Platz 4 1958 schlägt man ein Jahr später noch einmal zu. Am letzten Spieltag wird Wismut durch einen 2:0-Erfolg beim SC Lok Leipzig zum dritten und letzten mal Meister. Ebenfalls 1959 erreicht Wismut das Pokalfinale gegen Dynamo Berlin aber unterliegt den Hauptstädtern im Wiederholungsspiel mit 2:3. In der Folgejahren richtete sich Aue im Mittelfeld der Tabelle ein.

Die Saison 1963/64 brachte die "Heimkehr", denn der Verein hieß ab sofort wieder BSG Wismut Aue. Ab der Spielzeit 1966/67 wurden die roten Trikots abgelegt und seither wird im Lößnitztal in Lila gespielt - die "Veilchen" waren geboren.

In den siebziger Jahren war der Kampf um den Klassenerhalt das täglich Brot der Wismut-Mannschaft und im Frühjahr 1975 sah es ganz düster aus. Die Konstellation; Aue muss gegen Erfurt gewinnen und hoffen dass Rostock beim designierten Absteiger aus Stralsund mindestens einen Punkt lässt. Aue siegte mit 2:1 und Rostock schafft nur ein Remis in Stralsund. Rostock steigt ab und Aue ist gerettet.

1980/81 wieder Abstiegsspannung pur am letzten Spieltag, doch diesmal sind gleich vier Teams betroffen Riesa, Böhlen, Aue und Z***. Am Ende müssen Riesa und Böhlen den bitteren Weg in die Liga antreten.
1984/85 und 1986/87 wird jeweils der 4.Platz und damit die Teilnahme am UEFA-Cup erkämpft.

In der Winterpause der Saison 1989/90 erfolgt die Umbenennung in
FC Wismut Aue und am Ende der Spielzeit steigt man, nach 1019.Spielen und 40 Jahren Zugehörigkeit zur DDR-Oberliga, ab.

Im Frühjahr 1991 verpasst man den ersten Platz und die damit verbundene Relegation zur 2.Bundesliga wegen einem Tor. Auf die genaueren Umstände soll hier nicht näher eingegangen werden.

1994 und 2000 schafft die seit 01.01.1993 unter dem Namen FC Erzgebirge Aue spielende Mannschaft die Qualifikation zu den jeweils neu eingerichteten Regionalligen.

Von 2000 - 2002 gewinnt Aue dreimal in Folge den Sachsenpokal.

Die Saison 2002/03 bringt die vielleicht größte Sensation im Ostfußball, seit dem Meistertitel von Chemie Leipzig 1964 und dem Aufstieg von Energie Cottbus in die Bundesliga im Jahr 2000. Die als Abstiegskandidat gehandelte Auer-Mannschaft wird Staffelsieger der Regionalliga Nord und steigt in die 2.Bundesliga auf.

Nach 5 Spielzeiten im deutschen Fussball-Unterhaus ging es wieder eine Etage tiefer. In der Winterpause zog Gerd Schädlich die Notbremse und gab den Weg freiwillig frei. Sein Nachfolger Roland Seitz schaffte es jedoch nur zu 10 Punkten aus 12 Spielen und der Abstieg war besiegelt. Die Mannschaft fiel auseinander (22 Abgänge) und befand sich danach in der neugeschaffenen 3. Liga wieder.

Stadion:
Alles wissenswerte zum Stadion steht unter Erzgebirgsstadion.