Spielberichte
29. Spieltag, 05.04.2012

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Alte Försterei Berlin, Donnerstag, 05. April 2012
(Kick off 18.00 Uhr)


Auer Aufwärtstrend erhält Dämpfer an der Spree


Der zuletzt gute Aufwärtstrend (2 Siege/2 Remis zuletzt) der Auer Veilchen erhiellt am Gründonnerstag im Auswärtsspiel an der Alten Försterei beim 1.FC Union Berlin einen Dämpfer. Aues Torwart Martin Männel drückte es so aus: „Ostern ist jetzt etwas getrübt für uns“. Mit 0-1 verlor man zwar ein Spiel was man laut Trainer Karsten Baumann nicht verlieren durfte, weil es letztlich an der Konsequenz im Abschluss mangelte, aber der Coach bescheinigte seinen Mannen insgesamt ein vernüftiges Spiel gemacht zu haben. Der traurigste Mann des Abends war der an alter Wirkungsstätte zurückgekehrte Ex-Unioner Halil Savran. Der 26-jährige Stürmer war im letzten Winter von der Wuhlheide ins Erzgbirge gewechselt und hatte sich gerade für seine Rückkehr viel vorgenommen. Umso bitter ist es, das er es war, der das I-Tüpfelchen für die Veilchen setzten konnte und dies vermasselte als er den Ball aus aussichtsreicher Position über den Balken jagte. Bemerkenswert bleibt aber festzuhalten das der Deutsch-Türke nach dem Spiel ehrlicherweise nicht mal Ansatzweise nach einer Entschuldigung suchte um diesen Lapsus aus der 84. Minute zu erklären. „Ich bin selber sehr enttäuscht über mich, denn der Ball rollte mir eigentlich genau vor die Füße. Es tut mir leid für die Mannschaft, denn mit meinem Tor hätten wir uns belohnen können“, berichtete der sichtlich geknickte Ex-Unioner nach dem Spiel.

Stimmungsvolle Alte Försterei in Berlin - warten auf die Mannschaften. Foto: Burg

Dabei begann das Spiel für die Gäste wie gemalt. Vom Anpfiff weg wollte man die mit Aufstellungsproblemen kämpfenden Unioner überrennen. Schon nach 41 Sekunden mußte Parensen vorm einschussbereiten König klären. Die Vorarbeit kam von Savran, der sich sich bis zur Grundlinie durchgetankt hatte. Und nach 5 Minuten hatte Aue schon die 3. Ecke, die dann auch fast zum Führungstreffer geführt hätte. Lachheb tuschierte mit seinem Kopfball das Berliner Quergebälk. Aues Spielweise blieb mutig nach vorn. Eine Müller- Flanke von rechts erwischte König im Zentrum nicht optimal (9.) aber der folgende Abschlag von Glinka in der selben Minute brachte für die Hausherren die 1-0 Führung. Festzuhalten war, das es der Erste richtige Angriff der Unioner war. Der Ball wurde von Skryzybski und Terrodde auf Ede weitergeleitet, der elegant Männel umspielte und problemlos einschob. Ab jetzt übernahm Union immer mehr das Kommando im eigenen Stadion. Die Gäste hatten Glück als ein Freistoß von Mattuschka (18.) an den linken Pfosten klatschte. Im Hinspiel konnte er Männel mit einem Kunststoß in den linken Winkel überwinden. Aue gefiel zwar im Spielaufbau und über die Flügel, doch die Eingaben von Kocer, der später stark abbaute und Müller waren insgesamt zu ungenau für König der im Zentrum lauerte. Dagegen brannte Savran förmlich an alter Wirkungsstätte sein Können zu zeigen. Er wechselte oft die Seite und gab nie einen Ball verloren. Trotz Unions optischen Übergewicht ab dem 1-0, kamen die Gäste zu drei guten Möglichkeiten im Ersten Abschnitt. Die beste Möglichkeit war vielleicht nach einem Solo von Hochscheidt (26.) bis an die Grundlinie. Beim finalen Pass war Glinka aber hellwach, denn hinter ihm warteten gleich vier! Auer Spieler auf die Einschussmöglichkeit. Die beiden anderen nicht unwerwähnt gelassen Möglichkeiten hatte König nach 27 und 36 Minuten. Erst mußte er es alleine versuchen, weil Savran im Abseits stand aber der Ball für Glinka kein Problem war und dann wurde sein Versuch von Göhlert geblockt. Kurz vor dem Pausenpfiff hielt Männel (43.) seine Kollegen mit einem Superreflex noch im Spiel, als Skrzybski frei vor ihm auftauchte und er seine Hände zur Abwehr hochreissen konnte.

Aus der Kabine kommen die Gäste mit neuem Elan, aber ehrlicherweise reichte es nur bis zur gegnerischen Strafraumgrenze. Außnahme waren die beiden sehenswerten Aktionen von Müller (55./57.) der beide Male schön bis zur Grundlinie durchgeht, aber auch beide Male in Glinka seinen Meister fand. Beim Versuch von König (60.) war der Winkel zu spitz. Insgesamt hatte Union keine Mühe die Auer Angriffsversuche abzuwehren. Die Berliner setzten bei fortschreitender Spielzeit immer mehr auf Konter. Zum Glück blieb Männel bei Skrzybski (62.) und Terrodde (70.) hellwach oder konnte aufatmen weil Terrodde (66.) und Karl (78.) den Ball über den Kasten oder vorbei setzten. Die letzten zehn Minuten sollten aber noch einmal spannend werden. Der zuvor (66.) eingewechselte Quiring mußte in der 80. Minute verletzungsbedingt vom Platz. Weil Union sein Wechselkontigent schon ausgeschöpft hatte ging es in Unterzahl weiter. Aues Trainer Baumann riskierte alles und holte drei Minuten später seinen Innenverteidiger Rau für Angreifer Kern vom Platz. Eine Minute später hätte Savran die Geschichte des Spiels schreiben können. Nach schöner Ballpassage über die linke Seite kann Glinka einen Torschuss von Könnecke nur abwehren. Der Ball rollt dem Ex-Unioner genau vor die Füsse der die Kugel aber zum entsetzen des mitgereisten Anhangs aus gefühlten 7 bis 8 Meter über den Kasten setzt. Das wäre es gewesen. Das Spiel ging weiter mit einem Mattuschka Freistoß (86.) der Männel mit einem Ball ins kurze Eck überaschen wollte. Aue warf alles nach vorn. Kern (88.) verfehlte das Gehäuse nach Vorarbeit von Savran und Müller (89.) zwang Glinka zu einer Boxparade. In der zwei minütigen Nachspielzeit passierte nichts mehr.

Pressekonferenz. Foto: Burg


Aues Trainer Karsten Baumann resümierte das der finale Paß heute nicht funktionierte und lobte Savran trotz des Fehlschußes: „Er hat heute ein großartiges Spiel gemacht“. Unions Trainer Uwe Neuhaus war nach dem Arbeitssieg seiner Mannschaft erleichert und zufrieden: „Aue hat es immer wieder verstanden mit ihren laufintensiven Spiel bei uns am Strafraum aufzukreuzen. In der Anfangsphase waren wir nervös. Wir haben mit ein bißchen Glück mal kein Gegentor kassiert“. (Burg)

1.FC Union: Glinker – Pfertzel, Göhlert, Polenz (66. Quiring), Kohlmann (58. Trapp) – Karl – Ede (73. Belaid), Mattuschka, Parensen – Terrodde, Skrzybski

Aue: Männel – Schlitte, Lachheb, Rau (83. Kern), Klingbeil – Kocer (65. Könnecke), Hensel (75. Kempe), Hochscheidt, F. Müller – König, Savran

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

Zuschauer: 16.728 (davon 630 Auer|Quelle: 1.FC Union-Ticketservice))

Tore: 1-0 Ede (9.)

Gelbe Karten: Mattuschka (74.) / -

Bemerkung: Union verletzungsbedingt ab der 80. Minute nur noch zu zehnt.

mitgereiste Auer Schlachtenbummler 2011/12

Fr. 22.7. - Ingolstadt | 1.000
Fr. 29.7. - Saarbrücken (Pokal) | 270
So. 14.8. - TSV 1860 München | 1.700
Sa. 20.8. - Braunschweig | 350
So. 11.9. - FSV Frankfurt | 540
Fr. 23.9. - St. Pauli | 1.200
So. 16.10. - SpVgg Fürth | 1.700
Sa. 29.10. - SC Paderborn | 350
So. 20.11. - Dynamo Dresden | 2.100
So. 05.12. - VfL Bochum | 250
So. 12.12. - Aachen | 200
So. 05.02. - Karlsruhe | 590
Sa. 25.02. - Cottbus | 750
Sa. 10.03. - Düsseldorf | 500
So. 25.03. - Hansa Rostock | 350
Do. 05.04. - Union Berlin | 630
Sa. 14.04. - Eintr. Frankfurt |
So. 29.04. - MSV Duisburg |

Gästeblock nach Spielende. Foto: Burg