Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2012/13

Spielbericht

26. Spieltag - Sonntag, 17.03.2013 - 13:30

Jahn Regensburg - FC Erzgebirge Aue 1:1 (1:1)


Jahn Regensburg: Timo Ochs - Koray Altinay, André Laurito (17. Jim-Patrick Müller, 73. Abdenour Amachaibou), Wilson Kamavuaka, Patrick Haag - Carlinhos (68. Marco Djuricin), Oliver Hein, Koke, Julian de Guzman, Ramon Machado - Francky Sembolo; Trainer: Franciszek Smuda

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Kevin Schlitte, Tobias Nickenig, Kevin Pezzoni, René Klingbeil - Fabian Müller, Marc Hensel, Michael Fink (76. Flamur Kastrati), Nicolas Höfler, Jan Hochscheidt (20. Andreas Wiegel) - Jakub Sylvestr (86. Oliver Schröder); Trainer: Karsten Baumann

Tore: 0:1 Kevin Schlitte (12. / Jan Hochscheidt); 1:1 Koke (26.)

Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück)

Zuschauer: 6771 (davon 1.700 Auer|Quelle: SSV Jahn)

Gelbe Karte: Jim-Patrick Müller, Koray Altinay / Kevin Schlitte (5., gesperrt), Andreas Wiegel (2.), Marc Hensel (7.)

Aue läßt Punkte beim Tabellenletzten liegen

Das Minimalzahl haben sie erfüllt, aber auch große Chancen liegen lassen. Die Fußballer des FC Erzgebirge Aue haben es am Sonntag nicht geschafft, die 30-Punkte-Marke zu knacken. Beim Tabellenletzten SSV Jahn Regensburg kam das Team von Trainer Karsten Baumann nicht über ein 1:1 hinaus. Vor 6.771 Zuschauern, darunter 1.700 Auer Schlachtenbummler, hatte Kevin Schlitte sein Team in der 12. Minute in Führung gebracht. Regensburgs Stürmer Koke erzielte (26.) allerdings noch vor der Pause den Ausgleich. Schlitte sah zudem in der Nachspielzeit des Spiels seine fünfte Gelbe Karte und ist somit nach der Länderspielpause am 27. Spieltag im Heimspiel gegend den TSV 1860 München gesperrt. Der Auer Torschütze schätzte die Leistung seines Teams kritisch ein: „Der eine Punkt hier ist zu wenig. Leider fanden wir nicht so ins Spiel wie wir es uns vorgenommen hatten“.

Nach einer nervösen und zerfahrenen Anfangsphase auf beiden Seiten, gelang den Gästen mit der frühen Führung ein erstes Ausrufezeichen. Hochscheidt hatte einen abgewehrten Eckball im zweiten Versuch nach innen gebracht und am 5-Meter Raum donnerte Schlitte die Kugel volley ins Netz. Nur zwei Minuten später mussten beide Teams aber einen schweren Schock verdauen. Jahn-Kapitän Andre Laurito und Hochscheidt knallten im Mittelfeld mit den Köpfen zusammen. Hochscheidt erlitt eine Schädelprellung mit einer großen Beule auf der rechten Stirnhälfte und konnte nicht weiter machen. Laurito musste per Trage vom Platz getragen werden und kam anschließend sofort ins Krankenhaus. Das Führungstor wirkte aber nicht beruhigend auf die Veilchen. Viel zu sorglos verwaltete man das 0-1. Die Offensiv-Bemühungen des Jahns wurde in der 26. Minute belohnt. Bei einer scharfen Eingabe von der rechten Seite wird FCE-Innenverteidiger Nickenig angeschoßen und von dessen Schienbein prallt der Ball zu Koke der nicht lange fackelte und hoch zum Ausgleich einschoß. Im weiteren Verlauf verflachte die Begegnung aber immer mehr. Spielerisch taten sich beide Mannschaften schwer, Akzente zu setzen. Als Zuschauer mußte man sich echt fragen, in welcher Liga man sich hier befand. Aue hatte unübersehbare Defizite im offensiven Spiel nach vorn. Zwei halbe Chancen durch Wiegel (40.) und Klingbeil (45.), das war einfach zu wenig.

Im zweiten Abschnitt zeigten die Gäste mehr Zug zum gegnerischen Tor, blieben im Abschluß aber insgesamt zu inkonsequent. Wiegel (48.) über den Kasten, Sylvestr (64.) neben den Kasten und F. Müller (66.) rechts vorbei, nach den besten Angriff über Wiegel und Fink, sorgten zwar für ein optisches Übergewicht aber bei Gegenangriffen zitterte man im Auer Lager. Männel blieb bei den wenigen Chancen für den Tabellenletzten konzentriert. Beim abgefälschten Distanzschuß von Hein (65.) mußte er zweimal nachfassen. Bis in die Schlußphase blieb die Partie offen. Die Torschüsse von Höfler (69.) und F. Müller (75.) waren zu schwach und bei der vielleicht besten Siegchance übersah Sylvestr (82.) den mitgelaufenden Kastrati und dribbelte sich „fest“. Da hätte sich fast noch gerächt, aber Djuricin (82.) knallte den Ball freistehend aus 14 Metern über das Auer Tor. Und Männel passte noch einmal in der 89. Minute auf, als er außerhalb seines Strafraumes per Fußabwehr gegen Amachaibou klären mußte. Aue hält damit den Zehn-Punkte-Abstand auf Regensburg, kommt aber noch nicht entscheidend aus der Gefahrenzone der unteren Tabellenhälfte heraus. (Burg)