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Riesaer SV: Andreas Michael - Uwe Hecht, Sven Kretzschmar, Ladislav Hladik, Roland Rüster, Volker Hennig - Thomas Runge (68. Thomas Goldbach), Carsten Lehmann (80. Maik Schlüter), Paul Mihai - Andre Scholz, Steffen Herfurth; Trainer: Horst Rau
FC Erzgebirge Aue: Jörg Weißflog - Jan Schmidt, Ronald Färber, Enrico Barth - René Wendler, Andreas Plagge (61. Frank Böttger), Thorsten Pöhland, Ronny Thielemann, Thomas Pfüller - Daniel Popov, Maik Faßl; Trainer: Lutz Lindemann
Tore: 1:0 Andre Scholz (14.); 2:0 Roland Rüster (16.); 2:1 Ronald Färber (50.); 2:2 Ronald Färber (77.)
Schiedsrichter: Wieland Ziller (Laußnitz)
Zuschauer: 255
Gelbe Karte: Paul Mihai / Daniel Popov
Vergebener Elfmeter: Volker Hennig (Foulelfmeter, 16., gehalten von Jörg Weißflog) / -
Gerechte Punkteteilung an der Elbe
Obwohl für die Riesaer bereits schon vor einer Woche die Schicksalsglocken (Abstieg) geläutet hatten, wollten sie sich dennoch mit Anstand von den treusten der Treuen verabschieden. Auf der anderen Seite wollten die Veilchen diese Begegnung nicht als Freundschaftsspiel betrachtet wissen, obwohl sie praktisch mit dem letzten Aufgebot in Riesa anreisen mußten. Bereits frühzeitig mußten die Gäste einem Rückstand hinterherlaufen. Nach Zuspiel von Mihai konnte der Riesaer Scholz ungehindert durch die Auer Abwehr spazieren und vollenden (14.). Nur zwei Minuten später brachte Plagge Runge im Auer Strafraum zu Fall. Klare Sache für Referee Ziller. Zwar konnte Weißflog den von Hennig zu plaziert geschossenen Foulstrafstoß abwehren, doch Rüster war im energischen Nachsetzen erfolgreicher. Wie dem runden Streitobjekt, ging auch dem Spiel nach diesen Treffern die, Luft aus. Auf der einen Seite machten die Riesaer kaum Anstalten, das Geschehen zu forcieren, auf der anderen verstanden es die Auer nicht, die Riesaer Abwehr auszuspielen, um zum Torerfolg zu gelangen.
Nach dem Seitenwechsel kam endlich wieder "Leben in die Bude". Dazu trug nicht unwesentlich Ronald Färbers direkt verwandelter Freistoß (50./nach Foul an Pfüller) bei, bestimmt aber auch die Gardinenpredigt von Trainer Lutz Lindemann während der Halbzeitpause. Die Auer Gäste erreichten zushends die spielerische Dominanz, ohne jedoch nennenswerte Glanzpunkte zu setzen, sieht man von Färbers 30-m-Freistoß - einen Lattenknaller (74.) - ab. Und dieser Ronald Färber - wohl der beste Auer Akteur an diesem Tag - belohnte das Aufbäumen der Gäste mit einem sehenswerten und verdienten Ausgleichstreffer (77.). Am Ende eine gerechte Punkteteilung in Riesa. Manfred Dönicke, Freie Presse, 10.05.1993
 Letztes Spiel von Aue im Riesaer Ernst Grube Stadion
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