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FC Erzgebirge Aue: Jörg Weißflog - Milan Havlik, Jan Schmidt, Enrico Barth - Thorsten Pöhland, Ronald Färber, Frank Böttger, Ronny Thielemann (64. René Wendler), Jörg Leonhardt (46. Daniel Popov) - Maik Faßl, Thomas Pfüller; Trainer: Lutz Lindemann
SC 1903 Weimar: Bernd Fröhling - Thomas Gregor (29. Alexander Langbein), Steffen Riedel, Heiko Leinhos, Andreas Kretzer, Andreas Zelßmann, Peter Habi - Marcus Schneider, Armin Romstedt - Ronny Piton, Kai Wengefeld; Trainer: Helmut Stein
Tore: 1:0 Thorsten Pöhland (15.); 1:1 Alexander Langbein (32.); 2:1 Daniel Popov (55.); 3:1 Enrico Barth (76.)
Schiedsrichter: Matthias Müller (Gera)
Zuschauer: 400
Spiel und Gegner schwach
Wie schon in den vergangenen Spielen hatte Aue erneut Aufstellungssorgen. Neben Möckel schieden kurzfristig Volker Schmidt und Gorazd Mihailov durch Verletzungen aus, so daß sich die ohnehin nur spärlich besetzte Ersatzbank weiter lichtete. Dennoch hatte sich die Erzgebirgself vorgenommen, die Serie der Spiele mit Punktverlusten zu beenden und den wenigen Zuschauern einen Heimsieg anzubieten.
Von Weimar, arg abstiegsbedroht, erwartete man einen bedingungslosen Kampf um jeden Punkt. Zwei Chancen der Gäste durch Romstedt und Riedel in der Anfangsphase des Spiels deuteten auf ein offensives Spiel der Thüringer hin, erwiesen sich aber im weiteren Spielverlauf als Strohfeuer. Bereits in der 15. Spielminute nutzte Aue die erste klare Chance zum Führungstreffer. Nach Musterpaß von Färber auf Pfüller, der auf den mitgelaufenen Pöhland flankte, erzielte Aue das 1:0. Glücklich dann der Ausgleich für Weimar, als eine Freistoßflanke von einem Auer Verteidiger abgefälscht wurde und genau auf dem Kopf des gerade eingewechselten Langbein landete, der dann keine Mühe mehr hatte, zum 1:1 einzuköpfen. Ohne spielerische Höhepunkte auf beiden Seiten kickte man sich zum Pausentee. Lediglich je ein Distanzschuß auf jeder Seite war erwähnenswert. Die ohnehin nicht schwer geprüften Torleute konnten sich da bewähren.
Die niveaulose Partie setzte sich auch in der zweiten Spielhälfte fort, wobei besonders die schwache Gegenwehr der Gäste auffiel. Nie hatte man den Eindruck, daß Weimar um wenigstens einen Punkt kämpfte. So hatten die keinesfalls überzeugenden Gastgeber keine Mühe, schon nach 55 Minuten durch Popov die Vorentscheidung zu erzielen, der eine Freistoßflanke von Böttger per Flugkopfball im Netz unterbrachte. Eine Viertelstunde vor Spielschluß ist es erneut ein Kopfballtreffer, der die Partie endgültig für Aue entscheidet. Diesmal war es Barth, der trotz Bedrängnis eine Grundlinienflanke von Jan Schmidt ins lange Eck einköpfte. Die Thüringer, die sich längst aufgegeben hatten, konnten am Ende froh sein, daß Pöhland und Faßl im Schlußgang weitere Chancen nicht zur Resultatserhöhung nutzten. Jürgen Ullmann, Freie Presse, 03.05.1993
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