Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

Oberliga Nordost, Staffel Süd 1992/93

Spielbericht

18. Spieltag - Samstag, 05.12.1992 - 13:00

FSV Hoyerswerda - FC Wismut Aue 1:0 (1:0)

FSV Hoyerswerda: Jens Kießlich - Dietmar Jess, Dirk Rettig, Heiko Nowak, Maik Soschinski, Thomas Schmidt, Detlef Rabe - Michael Braun (86. Hartmut Jank), Karsten Haasler (76. Jens Starke), Axel Schröter - Waldemar Adamowicz; Trainer: Frank Papritz

FC Wismut Aue: Jörg Weißflog - René Wendler (70. Jörg Leonhardt), Volker Schmidt, Enrico Barth - Frank Böttger, Jens Möckel, Thorsten Pöhland, Ronald Färber - Jan Schmidt, Maik Faßl, Ronny Thielemann; Trainer: Lutz Lindemann

Tore: 1:0 Axel Schröter (37.)

Schiedsrichter: Andreas Dommaschk (Lübben)

Zuschauer: 200

Gelbe Karte: Michael Braun / Frank Böttger

Veilchen verlieren mit Angsthasen-Fußball

Wismut kann auswärts einfach nicht gewinnen. Im letzten Punktspiel unter dem Namen FC Wismut Aue (ab 1. Januar 1993 FC Erzgebirge Aue) mußten die Veilchen abermals eine Niederlage einstecken. Aus dem festen Vorsatz, siegreich das Jahr 1992 zu beenden, wurde nichts. Zu harmlos und zu inkonsequent agierte das Team von Lutz Lindemann. Ein Schiedsrichter ohne Fingerspitzengefühl (drei 10-Minuten-Zeitstrafen für Aue) verängstigte die Wismut-Kicker zusätzlich.

Die erste Chance im Spiel besaßen die Gastgeber bereits nach drei Spielminuten. Einen Freistoß von Lars Rettig parierte Jörg Weißflog in gewohnt sicherer Manier. Was beide Mannschaften in den folgenden Minuten zeigten, hatte mit Tempofußball wenig zu tun. Die Begegnung glich einem Freundschaftsspiel. Das goldene Tor für die Platzbesitzer fiel im Anschluß an den ersten Eckball. Thomas Schröter kam am kurzen Pfosten frei zum Kopfball (37.), Weißflog besaß keine Abwehrmöglichkeit.

Auch nach dem Seitenwechsel agierte Wismut zu ängstlich, Zweikämpfe wurden kaum gewonnen, nach vorn lief wenig zusammen. Thorsten Pöhland besaß nach einer Stunde Spielzeit die größte Möglichkeit der Gäste zum Ausgleich. Nach herrlichem Paß von Ronald Färber hebt der Auer Mittelfeldspieler den Ball über den Hoyerswerdaer Kasten. In den letzten Minuten gaben Libero Volker Schmidt und Torwart Jörg Weißflog ihre Positionen auf, für den Ausgleichstreffer reicht es jedoch nicht mehr. Coach Lutz Lindemann enttäuscht: "Wer so ängstlich spielt, kann nicht gewinnen." Lothar Bösecke, Freie Presse, 07.12.1992