|
FSV Wismut Gera: Volkmar Zyrus - Thomas Hohlfeld, Steffen Patzer, Frank Lublow, Perry Schröder (78. Sandro Schorrig) - Torsten Feetz, Steffen Zipfel, Bert Ullrich, Matthias Jacob, Peter Kunzmann, Karsten Sachse; Trainer: Udo Korn
FC Wismut Aue: Jörg Weißflog - Jan Schmidt, Volker Schmidt, Enrico Barth - Frank Böttger (46. Thomas Pfüller), Thorsten Pöhland, Jörg Leonhardt (63. Daniel Popov), Jens Möckel, Ronny Thielemann - Sylvio Reich, Maik Faßl; Trainer: Lutz Lindemann
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Volker Meinel (Plauen)
Zuschauer: 200
Gelbe Karte: - / Maik Faßl
Niveauloses Derby
Gera und Aue trennen sich torlos
In einer niveaulosen Begegnung der Amateuroberliga trennten sich in Gera der FC Erzgebirge Aue und Wismut Gera, in der sich beide Kontrahenten im Auslassen von Torchancen überboten, torlos 0:0.
Trainer Lutz Lindemann schlug nach den ersten katastrophalen 45 Minuten etwas lautere Töne an, doch die Worte gingen an den Ohren der Spieler vorbei. Aue enttäuschte während der gesamten 90 Minuten.
Gera nahm durch den überragenden Ex-Auer Matthias Jacob mit dem Anpfiff sofort das Heft in die Hand und sorgte bereits nach fünf Minuten für die erste Großchance durch LubIow, der nach Flanke von Jacob freistehend aus sechs Meter Entfernung vorbeiköpfte. Kurz darauf (7.) löste sich Matthias Jacob, wie so oft in diesem Spiel, von seinem Schatten Jan Schmidt, und verzog knapp. Die Geraer marschierten nach Belieben durch die Auer Abwehr und nur der schlechten Chancenverwertung der Gastgeber und ihrem Torhüter Jörg Weißflog hatten es die Auer zu verdanken, daß sie nicht am Anfang in Rückstand gerieten. Die erste gefährliche Aktion vor dem Geraer Gehäuse nach 20 Minuten, als Volker Schmidt mit einem langen Paß Jens Möckel freispielte, der aber aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbeischoß. Kurz danach folgte die einzige gelungene Kombination über mehrere Stationen. Sie brachte Frank Böttger in freie Schußposition, der aber aus 20 Metern den Ball über das Tor drosch.
Die zweite Halbzeit ging weiter, wie die erste endete. Die Erzgebirgler spielten zu sporadisch und zu hausbacken. Ihre jungen Spieler waren von Normalform weit entfernt. Die Geraer erspielten sich noch einige Chancen, doch zum Glück stand ein souveräner Jörg Weißflog im Auer Tor. Ab der 73. Minute, nach einem Foulspiel von Ronny Thielemann (Zeitstrafe), konnten die Geraer kein Kapital aus ihrer Überlegenheit schlagen. Die Erzgebirgs-Elf ist noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen.
Dem Auer Coach Lutz Lindemann sah man die Enttäuschung an: "Ich kann nur mit dem Punktgewinn zufrieden sein, aber nicht mit der Leistung. Die jungen Spieler müssen sich noch enorm steigern, wollen wir unser Saisonziel er reichen. Bernd Zimmermann, Vogtlandanzeiger, 05.10.1992
|