Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2021/22

Spielbericht

1. Spieltag - Sonntag, 25.07.2021 - 13:30

1. FC Nürnberg - FC Erzgebirge Aue 0:0


1. FC Nürnberg: Christian Mathenia - Enrico Valentini, Asger Sörensen, Florian Hübner, Tim Handwerker - Johannes Geis, Tom Krauß (90+1. Taylan Duman), Mats Möller Daehli, Fabian Nürnberger (59. Robin Hack) - Dennis Borkowski (76. Nikola Dovedan), Erik Shuranov (59. Manuel Schäffler); Trainer: Robert Klauß

Kader: Carl Klaus, Kilian Fischer, Christopher Schindler, Lino Tempelmann, Felix Lohkemper

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Dirk Carlson, Sören Gonther, Gaëtan Bussmann - John-Patrick Strauß, Clemens Fandrich (80. Philipp Riese), Anthony Barylla, Nicolas Kühn (76. Erik Majetschak), Dimitrij Nazarov (68. Tom Baumgart), Omar Sijaric (46. Soufiane Messeguem) - Ben Zolinski; Trainer: Aliaksei Shpileuski

Kader: Philipp Klewin, Niklas Jeck, Ramzi Ferjani, Sascha Härtel

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Sven Waschitzki (Essen)

Zuschauer: 11089 (davon 160 Auer Fans)

Gelbe Karte: - / Dimitrij Nazarov, Sören Gonther, Nicolas Kühn

Aue punktet zum Auftakt in Nürnberg

Erzgebirge Aue ist mit einem torlosen Unentschieden in seine 16. Zweitligasaison gestartet. Zwar hatte Platzbesitzer 1. FC Nürnberg über die gesamte Spielzeit hinweg mehr Ballbesitz, war zeitweise überlegen, konnte jedoch die bestens organisierte Auer-Defensive nicht knacken. Die Gäste aus dem Lößnitztal nahmen somit einen wichtigen Punkt zurück mit nach Hause.

Aues neuer Trainer Aleksey Shpilevski schickte bei seinem Pflichtspieldebüt mit Carlson, Barylla, Sijaric und Kühn gleich vier Neuverpflichtungen beim Anpfiff ins Rennen. Mit Beginn der 2. Halbzeit kam noch mit Messeguem Neuzugang Nr. 5 dazu. Vor den 11.089 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion (darunter auch einige Auer Fans...) begann der FCN druck- und schwungvoll und gab durch Valentini bereits nach drei Minuten den ersten Schussversuch ab. Mit hoher Intensität spielte der Club nach vorne, auch angetrieben von den lautstarken Anfeuerungsrufen der eigenen Anhänger. Viele Ecken und Hereingaben führten jedoch zu wenig Torgefahr, weil Aues Hintermannschaft sicher stand und die hohen Bälle mühelos wegköpfte. Nach einiger Anlaufzeit meldeten sich auch die Gäste erstmals zu Wort, Nazarov prüfte Mathenia im FCN-Kasten per Distanzschuss (12.) aus ca. 23 Metern. In der Folge versuchten beide Teams, dem phasenweise etwas wilden Spiel mehr Struktur zu verpassen. Nürnberg sicherte sich einen Großteil des Ballbesitzes und suchte Lücken im Auer Defensivverbund. Die Gäste hatten sich ihrerseits vorgenommen, bei Ballgewinnen blitzschnell umzuschalten und bestenfalls per Direktspiel in die Spitze zu kommen. Kühn kam so zu einer ordentlichen Chance, die Mathenia entschärfte (16.). Trotz hoher Intensität erspielten sich beide Mannschaften insgesamt nur wenige gute Chancen im ersten Durchgang. Bei Aue probierte es Zolinski mal (30.) mal aus der Drehung. Der Ball rauscht nicht weit an der linken Ecke vorbei. Dann mußte Aues-Kapitän Martin Männel das erste Mal sein ganzes Können aufbieten musste. Gegen Shuranov, der von Möller Daehli klug in Szene gesetzt worden war, verkürzte er geschickt und clever den Winkel (33.). Bis zum Seitenwechsel passierte dann nicht mehr viel.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Nürnberg mehr und mehr den Druck. Möller Daehli narrte Nazarov, verpasste dann aber das richtige Zuspiel ins Zentrum (49.). Kurz darauf verfehlte Handwerker das linke Tordreieck (52.). Die aussichtsreichste Gelegenheit nach Wiederanpfiff erarbeitete sich jedoch Aue: Kühns gewonnener Kopfball im Mitteldeld und Zolinskis anschließende Vorbereitung brachten Barylla in gute Schuß-Position (57.). Der Neuzugang aus Saarbrücken probiert sich bei freier Bahn aus gut 15 Metern mit einem rechten Innenristschuss, der unplatziert und daher leichte Beute für Mathenia ist.

Nach einer Stunde übernahm der Club dann wieder mehr und mehr das Kommando und setzte Aue in deren Hälfte fest. FCN-Trainer Klauß wechselte doppelt und brachte mit Hack und Schäffler zwei weitere Offensive und der Club wurde immer torgefährlicher. Die Gäste verteidigten nun tief und teilweise mit zehn Mann. Der Club rannte wieder und wieder an, fand aber nicht mehr die entscheidende Lücke. Erst missglückte Borkowski eine Direktabnahme nach klugem Handwerker-Zuspiel (61.), dann lief er Carlson davon und drosch den Ball aus kurzer Distanz und spitzem Winkel knapp links vorbei (63.). Die Hausherren zogen nun eine Drangphase auf und schnürten Aue immer mehr in der eigenen Hälfte ein.

In der Schlussphase versuchten es die Nürnberger aus allen Lagen, vermehrt auch von außerhalb des Strafraums: Hack aus 23 Metern (73.) kam dem Führungstreffer noch am nächsten. Nürnberg agierte im eigenen Abschluss etwas zu ungenau, teils etwas zu überhastet - Schäfflers vergebene Schusschance in der 88. Minute stand so sinnbildlich für das gesamte Spiel des FCN. Die leidenschaftlich verteidigenden Veilchen retteten den einfachen Punktgewinn in der Schlussphase souverän über die Ziellinie. (Burg)

Trainerstimmen

Aliaksei Shpileuski (Aue): "Ein Riesenkompliment an meine Jungs. Wir haben heute gegen eine Mannschaft gespielt, die ganz viel Qualität in der Offensive hat. Wir mussten viel leiden, haben unseren Plan aber gut umgesetzt. Wir hätten noch den einen oder anderen Nadelstich mehr setzen können, haben aber oft die falsche Entscheidung getroffen. Trotzdem ist es ein verdienter Punkt für uns."

Robert Klauß (Nürnberg): "Wir waren schon dominant, überlegen und haben viel investiert. Im letzten Drittel waren wir nicht klar genug. Um die Box herum haben wir zu oft die falschen Entscheidungen getroffen. Trotzdem sind wir zu Abschlüssen gekommen, aber haben die nötige Zielstrebigkeit vermissen lassen. Insgesamt haben wir den Gegner kontrolliert und wenig zugelassen. Das war okay. Wir hatten eine hohe Bereitschaft und sind auch oft ins letzte Drittel gekommen. Dass noch nicht alles rund läuft am ersten Spieltag, ist nicht ungewöhnlich."