Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2020/21

Spielbericht

30. Spieltag - Dienstag, 20.04.2021 - 18:30

FC Erzgebirge Aue - 1. FC Nürnberg 0:1 (0:0)


FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - John-Patrick Strauß, Steve Breitkreuz, Sören Gonther, Gaëtan Bussmann - Clemens Fandrich (87. Antonio Jonjic), Ognjen Gnjatic - Jan Hochscheidt (55. Ben Zolinski), Dimitrij Nazarov (74. Tom Baumgart), Florian Krüger - Pascal Testroet; Trainer: Dirk Schuster

Kader: Philipp Klewin, Sascha Härtel, Niklas Jeck, Louis Samson, Calogero Rizzuto, Erik Majetschak

1. FC Nürnberg: Christian Mathenia - Enrico Valentini, Georg Margreitter, Asger Sörensen, Tim Handwerker - Johannes Geis - Tom Krauß, Mats Möller Daehli (88. Hanno Behrens), Fabian Nürnberger (78. Robin Hack) - Dennis Borkowski (66. Nikola Dovedan), Erik Shuranov (88. Lukas Mühl); Trainer: Robert Klauß

Kader: Christian Früchtl, Linus Rosenlöcher, Tim Latteier

Tore: 0:1 Robin Hack (85.)

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer: lt. Verordnung der Bundesregierung unter Ausschluß der Öffentlichkeit

Gelbe Karte: - / Erik Shuranov, Tom Krauß

Nürnberg siegt verdient im Lößnitztal

Wie im Hinspiel gewinnt der 1. FC Nürnberg mit 1-0 gegen diesmal total harmlose Auer! Und wieder war Robin Hack der Schütze des goldenen Tores! Die Niederlage war verdient, weil die Gastgeber kaum bis gar keinen Siegeswillen zeigten. Über weite Strecken fehlte es bei den Veilchen an den notwendigen Ideen und der Durchschlagskraft, um die ballsicheren Gäste ernsthaft in Verlegenheit zu bringen und mit einem Erfolg die angepeilte Marke von 40 Punkten zu knacken. Stattdessen bleiben die "Veilchen" nach nur zwei Siegen aus den vergangenen elf Partien mit 37 Punkten im hinteren Tabellenmittelfeld hängen.

Die Schuster-Elf begann im Vergleich zur Partie gegen St. Pauli mit drei Änderungen in der Startelf: Für den gelbgesperrten Riese rückte wieder Gnjatic, der seine Sperre abgesessen hatte, ins defensive Mittelfeld. Neben ihm spielte anstatt Samson der nach seiner langen Coronapause wieder fitte Fandrich. Zudem musste die Abwehr ohne den angeschlagenen Ballas auskommen. In den ersten Minuten ließen die Gäste Aue kaum einmal an den Ball kommen. Stattdessen kombinierte sich der FCN selbst nach vorne. Shuranov scheiterte nach Steilpaß bei der ersten Chance am linken Außenpfosten (7.). Danach kamen die Veilchen langsam in Tritt. Strauß' gefährlicher Abschluss, nach Rückpaß von Krüger, wurde noch gerade so von Margreitter abgefälscht und ging knapp vorbei (13.). In der Folge herrschte viel Leerlauf, Ungenauigkeiten häuften sich im Spiel beider Teams. Gerade als es schien, als ob Aue besser aufkommen würde, hatten die Gäste durch Shuranov erneut eine Top-Chance - doch der Stürmer hob das Leder nach schöner Kombination freistehend in Männels Arme (24.), Möller Daehli per Kopf vergab ebenfalls leichtfertig (27) und Geis (31.) brachte kein Druck hinter seinen Schußversuch. Den Hausherren allerdings gelang im Offensivspiel noch weniger, schon der Spielaufbau bereitete erneut große Probleme. Der FCN blieb bis zur Pause die bessere Mannschaft und ließ die Veilchen kaum zum Zug kommen, nur vorm Tor brachten die Gäste nicht genug Gefahr auf. Auch Borkowski (38./45.) und Valentini (45.+1) fanden nicht den Weg an Männel vorbei. Die einzige weitere Szene in Aues Offensive war begünstigt durch eine Unsicherheit Mathenias, die Nazarov nicht nutzen konnte (42.).

Wer mit Beginn der 2. Halbzeit dachte alles wird nun besser aus Auer Sicht, der wurde schwer enttäuscht. Die Gastgeber waren offensiv noch harmloser wie im Durchgang eins. Die beste Möglichkeit bot sich Testroet (77.) aus 15 Metern, der einen Rückpaß von Krüger nicht richtig traf und am Tor vorbeisemmelte. Nürnberg blieb offensiv mutig und spielte immer nach vorn. Trainer Klauß brachte mit Dovedan und Hack zwei frische Offensivspieler. Parierte Männel noch mit starker Fußabwehr gegen Dovedan (81.), so war er wenig später gegen Hack geschlagen. Aus dem Zentrum spielt Krauß einen Pass, der genau in den Lauf des startenden Hack von Fandrich abgefälscht wird. Männel stürmt aus dem Tor, doch der junge Stürmer spitzelt ihm den Ball mit einer leichten Berührung vorbei ins Tor. Irgendwie auch eine Strafe für die Auer Passivität. Typischerweise wachen die Hausherren nun auf. Und sind erbost als Schieri Gräfe ihnen ein Elfmeter (88.) verwehrt. Handwerker zieht im Strafraum an Gonther der auf den Füßen bleibt und eine Flanke aus acht Metern volley links vorbei schießt. In der vierminütigen Nachspielzeit passiert nichts mehr, weil die Franken den Ball sehr erfolgreich vom eigenen Tor fern halten. (Burg)

Trainerstimmen

Robert Klauß: "Wir sind sehr zufrieden über den Auswärtssieg. Ich denke, dass das in Summe ein verdienter Auswärtssieg war. Wir hatten viele Torabschlüsse, hatten einen guten Ballbesitz. Wir mussten immer wach sein auf die Umschaltmomente von Aue. Wir hatten in der zweiten Halbzeit eine Phase, wo wir ein bisschen die Kontrolle weggegeben haben. Das haben wir danach aber wieder gut hinbekommen. Mich freut es, wie wir das Tor gemacht haben, mit einem tiefen Lauf hinter die Kette gekommen, dieser Laufweg ist wichtig. Ich bin sehr zufrieden, das war eine sehr reife Leistung. Darauf können wir aufbauen."

Dirk Schuster (FC Erzgebirge Aue): "Glückwunsch an Nürnberg zum Sieg. Das Tor war etwas glücklich. In der ersten Halbzeit haben wir ein taktisch geprägtes Spiel gesehen, beide Mannschaften haben sich fast neutralisiert. Nürnberg hatte mehr Spielanteile. Im gesamten Spiel haben wir den Ball nach Balleroberung zu leicht hergeschenkt. Von der Mentalität her haben wir alles in die Partie reingepackt. Wir haben ein paar Abschlüsse zugelassen, aber keine hochkarätigen verzeichnet. Wir hatten auch keine gehabt. Wir haben uns vorne teilweise selber im Weg gestanden."