Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2020/21

Spielbericht

27. Spieltag - Sonntag, 04.04.2021 - 13:30

Jahn Regensburg - FC Erzgebirge Aue 1:1 (1:0)


Jahn Regensburg: Alexander Meyer - Benedikt Saller, Jan Elvedi, Scott Kennedy, Erik Wekesser - Max Besuschkow, Benedikt Gimber - Sebastian Stolze (66. Albion Vrenezi), Jann George, Charalambos Makridis (66. David Otto) - Andreas Albers (78. André Becker); Trainer: Mersad Selimbegovic

Kader: Alexander Weidinger, Jan-Niklas Beste, Oliver Hein, Markus Palionis, Christoph Moritz, Jan-Marc Schneider

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - Steve Breitkreuz, Sören Gonther, Florian Ballas, Gaëtan Bussmann (72. Calogero Rizzuto) - Ognjen Gnjatic (72. Jan Hochscheidt), Louis Samson - John-Patrick Strauß (82. Philipp Zulechner), Dimitrij Nazarov (87. Philipp Riese), Florian Krüger (82. Antonio Jonjic) - Pascal Testroet; Trainer: Dirk Schuster

Kader: Philipp Klewin, Sascha Härtel, Erik Majetschak, Tom Baumgart

Tore: 1:0 Jann George (5.); 1:1 Sören Gonther (85. / Pascal Testroet)

Schiedsrichter: Patrick Alt (Heusweiler)

Zuschauer: lt. Verordnung der Bundesregierung unter Ausschluß der Öffentlichkeit

Gelbe Karte: - / Calogero Rizzuto (3.), John-Patrick Strauß (4.), Ognjen Gnjatic (5., gesperrt)

Später Ausgleich sichert Aue einen Punkt

Nach vier Auswärtsniederlagen in Folge hat Erzgebirge Aue mal wieder gepunktet. Bei Jahn Regensburg gab es ein insgesamt sehr schmeichelhaftes 1-1. Die Gastgeber gaben über weite Strecken des Spiels den Ton an, nutzten zahlreiche gute Chancen zur Vorentscheidung aber nicht - und wurden dafür kurz vor Schluss bestraft. "Wenn man den Spielverlauf sieht, kann man von glücklich reden. Regensburg hatte viele Chancen, das zweite Tor zu machen. Wir haben uns ins Spiel reingekämpft, auch einige Möglichkeiten erarbeitet. Und dann spät getroffen. Am Ende ein bisschen glücklich, aber auch nicht ganz unverdient", sagte Aues Keeper Martin Männel.

Aues Trainer Schuster veränderte sein Team auf nur einer Position. Für Hochscheidt (Bank) rückte Samson in die Startelf, Fandrich und Zolinski, die zuletzt zwei Wochen in Quarantäne gewesen waren, fehlten noch im Kader. Die Gäste erwischten wieder einen denkbar schlechten Start. Albers legt das Spielgerät herrlich in den freien Raum zwischen Gonther und Ballas und George taucht frei vor dem Auer-Tor auf und spitzelt das Leder an Männel vorbei in die Maschen. 1-0 für den Jahn nach fünf Minuten. Sechs Minuten später war der erste Angriff der Gäste direkt ein sehr gefährlicher, doch Nazarov geriet an seinem 31. Geburtstag in Rücklage und verzog daher (11.) übers Tor. Und Krüger stand bei seinem Treffer leicht im Abseits (25.). Auch das diente nicht als Hallo-Wach-Signal für die Veilchen, die davon profitierten, dass der Jahn mit seinen vielen aussichtsreichen Umschaltchancen nur unzureichend umzugehen wusste. Ob Albers (17.), Besuschkow (19.) oder Stolze (41.), wenn Regensburg am Ball war, wurde es gefährlich im Auer Strafraum. Wekesser (42.) hatte dann sogar noch die Chance, die Führung auszubauen. Doch mit dem Kopf setzte er den Ball knapp drüber. Aue hatte in der ersten Hälfte zwar klar mehr vom Spiel, war vor dem Tor aber etwas verhaltener. Wenngleich Nazarov zwei weitere Möglichkeiten hatte (35./38.), diese aber nicht konsequent genug zu Ende spielte. Strauß hatte dann kurz vor dem Pausenpfiff noch eine Ausgleichs Chance, aber nach einem Querschläger setzte er die Kugel denkbar knapp neben den linken Pfosten setzte. Ansonsten hatten die Oberpfälzer bis zur Pause trotz weniger Ballbesitz (42:58) alles im Griff, da Aue nach vorne zu langsam spielte.

Personell unverändert schickten beide Trainer ihre Teams in den zweiten Durchgang. Taktisch pressten die Regensburger jetzt aber nicht mehr ganz so weit vorne und stabilisierten stattdessen die Defensive, wodurch bis zur Stundenmarke vor den Toren gar nichts passierte. Der Spielfluß ging etwas verloren. Viele intensive Zweikämpfe und Unterbrechungen waren unter anderem ein Grund dafür. Auch danach waren es, wenn überhaupt, die Gastgeber, die sich nennenswerte Aktionen erarbeiteten. Die gefährlichste hatte dabei Albers, dessen Schuss aus kurzer Distanz Männel an den Pfosten lenkte (72.). Entlastung gab es zwar für die Schuster-Elf, der auch noch Jonjic und Zulechner aufs Feld schickte, doch wirklich zwingende Torchancen waren nicht dabei. Da den Oberpfälzern auch durch Vrenezi (80.) und Kennedy (81.) die Entscheidung nicht gelingen wollte, blieb es bis zum Schluss spannend. Und so kam es, wie es kommen musste, der Jahn wurde bestraft: Nach einem weiten Schlag von Männel fällt das Leder Testroet vor die Füße, der herrlich mit der Hacke auf den aufgerückten Innenverteidiger Gonter ablegt. Gegen dessen Schlenzer hat Meyer im Kasten des Jahn keine Chance (85.). Dabei blieb es, da Wekesser in der Nachspielzeit das Tor knapp verfehlte und George noch einmal an Männel scheiterte. Nach elf Wochen Verletzungspause stand Philipp Riese erstmals wieder im Spieltagskader der Veilchen und bekam am Ende noch 7 Minuten Einsatzzeit nach seiner Einwechslung in der 87. Minute. „Ich bin überglücklich, dass das jetzt alles so schnell ging und ich wieder bei der Mannschaft sein kann und ja, dass ich wieder auf dem Platz stehen kann.“ sagte Philipp Riese nach dem Spiel. (Burg)

Trainerstimmen

Dirk Schuster (Aue): "Wir haben heute ein intensives Spiel gesehen. Wir kamen sparsam in die Partie. In der ersten Hälfte haben wir nicht diese Zielstrebigkeit zum Tor wie der Jahn. Das Gegentor ist brutal ärgerlich. Wir haben spät den Ausgleich gemacht, der in meinen Augen nicht unverdient war, weil wir etwas am Drücker waren. Danach hat der Jahn gedrückt, da hat Martin noch einen Ball grandios um den Pfosten gelenkt. Das Glas ist heute mehr halb voll als halb leer."

Mersad Selimbegovic (Regensburg): "Es war hart umkämpft. Wir haben aus der ersten Chance das Tor gemacht. Dann hatten wir keinen guten Zugriff. In der zweiten Halbzeit wollten wir nicht so viele Räume geben. Und trotzdem nicht nur verwalten. Wir haben einige Torchancen gehabt, über 20 Torschüsse. Es ist ärgerlich, wenn du in der 85. Minute den Ausgleich kriegst. Aber so ist das in dieser Liga, du musst in jeder Situation, in jedem Moment auf der Hut sein."