Saisonstatistiken des FC Erzgebirge Aue

2. Fußball-Bundesliga 2020/21

Spielbericht

21. Spieltag - Samstag, 13.02.2021 - 13:00

1. FC Heidenheim - FC Erzgebirge Aue 2:0 (1:0)


1. FC Heidenheim: Kevin Müller - Marvin Rittmüller, Patrick Mainka, Oliver Hüsing (78. Oliver Steurer), Norman Theuerkauf - Jan Schöppner, Dzenis Burnic (17. Konstantin Kerschbaumer) - Kevin Sessa (60. Florian Pick), Denis Thomalla (60. Marc Schnatterer) - Tim Kleindienst, Christian Kühlwetter (78. Stefan Schimmer); Trainer: Frank Schmidt

Kader: Vitus Eicher, Jonas Föhrenbach, Julian Stark, Andreas Geipl

FC Erzgebirge Aue: Martin Männel - John-Patrick Strauß, Steve Breitkreuz, Sören Gonther, Gaëtan Bussmann (60. Calogero Rizzuto) - Clemens Fandrich, Ognjen Gnjatic - Ben Zolinski (71. Dimitrij Nazarov), Jan Hochscheidt - Philipp Zulechner (46. Louis Samson), Florian Krüger; Trainer: Dirk Schuster

Kader: Philipp Klewin, Sascha Härtel, Niklas Jeck, Antonio Jonjic, Erik Majetschak, Tom Baumgart

Tore: 1:0 Patrick Mainka (4.); 2:0 Tim Kleindienst (90+2.)

Schiedsrichter: Lasse Koslowski (Berlin)

Zuschauer: lt. Verordnung der Bundesregierung unter Ausschluß der Öffentlichkeit

Gelbe Karte: Oliver Hüsing, Norman Theuerkauf (2.), Dzenis Burnic, Tim Kleindienst, Christian Kühlwetter / Louis Samson (4.), Calogero Rizzuto (2.)

Gelb/Rote Karte: - / Steve Breitkreuz (37., Handspiel im Strafraum)

Vergebene Elfmeter: Denis Thomalla (Foulelfmeter, 3., gehalten von Martin Männel), Tim Kleindienst (Handelfmeter, 38., gehalten von Martin Männel) / -

Männel hält zwei Elfmeter – aber keine Punkte auf der Ostalb für Aue

Der FC Erzgebirge Aue konnte auch im siebenten Anlauf beim 1. FC Heidenheim nichts zählbares mitnehmen. Martin Männel parierte in Heidenheim gleich zwei Elfmeter. Dies waren der neunte und der zehnte den er vom Punkt abwehren konnte. Die achte Saisonniederlage konnte der Torhüter und Kapitän damit aber auch nicht verhindern. Die Veilchen spielten zudem seit der 36. Minute in Unterzahl. Steve Breitkreuz kassierte die Gelb/Rote wegen eines Handspiels. Bis in die Schlussphase hinein stemmten sich die Gäste gegen die Niederlage. Sogar Männel stürmte wie schon im Mai 2015 bei einem Eckball selbst mit nach vorn – doch der Erfolg blieb aus. „Wir haben uns nie aufgegeben und das Spiel lange offen gehalten“, fasste Aues Torwart zusammen. Zusammen mit Wismut-Legende Holger Erler hat er nun 418 Pflichtspiele für die Auer absolviert. Am kommenden Freitag ab 18.30 Uhr kommt der VfL Bochum ins Lößnitztal und aller Voraussicht nach wird er dann mit seinem 419. Einsatz Aues alleiniger Rekordspieler.

Trainer Dirk Schuster war gezwungen Stammspieler Testroet zu ersetzen. Der Torjäger musste aufgrund einer Erkältung passen und wurde von Zulechner ersetzt. Im Vergleich zum 3-3 gegen den HSV spielte außerdem Bussmann für Samson. Der Start in die Partie ging völlig daneben. Es waren gerade einmal knapp zwei Minuten gespielt, als Schiedsrichter Lasse Koslowski für Heidenheim auf den Elfmeterpunkt zeigte. Bussmann hatte zuvor Rittmüller an der Strafraumgrenze leicht am linken Oberarm gefasst. Rittmüller ließ sich prompt fallen. Thomalla schießt den Elfer wuchtig nach links, doch Männel ahnt die Ecke und verhindert den frühen Rückstand für Aue. Doch die Freude über die Parade verflog blitzschnell. Denn den Eckball, die Sessa perfekt auf den ersten Pfosten schlägt. verwertete Mainka aus Nahdistanz per Kopf zum 1-0 (4.). Breitkreuz, der hinter ihm steht, konnte nicht viel ausrichten. Danach kämpfte sich Aue rein, ohne wirkliche Chancen zu erspielen. Lediglich ein Kopfball, nach einem Eckeball, von Breitkreuz (23.) war zu verzeichnen. Heidenheim blieb das gefährlichere Team und kam in der 25. Minute zur nächsten Großchance, aber Männel klärte prächtig gegen den alleine vor ihm auftauchenden Kleindienst. Die Heidenheimer haben danach weiter mehr vom Spiel. Männel entschärfte auch einen Gewaltschuß von Sessa (30.). Doch dann kommt es ganz dick für die Gäste. Bei einem Trikotzupfer am linken Sechzehner-Eck sieht Breizkreuz (33.) die Gelbe Karte. Den fälligen Freistoß zieht Sessa direkt aufs Tor, Männel befördert den Ball irgendwie mit dem Fuß an die Unterkante der Latte. Von dort springt der Ball zu Mainka, der die Kugel aus kurzer Distanz an den Ellenbogen von Breitkreuz schießt. Schieri Koslowski zeigt erneut auf den Punkt. Danach hat er Kontakt mit Köln und wirft Breitkreuz nach dessen Handspiel etwas verzögert mit Gelb-Rot vom Platz. Zum Elfmeter tritt diesmal Kühlwetter an und entscheidet sich für die rechte Seite. Männel zappelt auf der Linie herum, fliegt nach rechts und fischt auch diesen Strafstoß von der Linie (37.). Damit hielt seine Mannschaft im Spiel. Dem Schiedsrichter machte Aues Trainer Schuster wegen dieser Entscheidung keinen Vorwurf. „Ich glaube, er hat sich regelkonform verhalten.“

Nach dem Wechsel war das Bemühen die Gäste durchaus erkennbar, einzig Heidenheim ließ fast nichts zu, störte weiter früh und erfolgreich die Versuche der Sachen. Aber auf Keeper Männel war weiter Verlass, wie beim Freistoß von Sessa (53.) oder gegen den freistehenden Kühlwetter (75.). Die Auer waren zwar bemüht, auch in Unterzahl weiterhin mitzuspielen und hielten voll dagegen. Ins letzte Drittel kommen sie allerdings kaum noch. Bis in die Schlußphase hinein halten sie aber das Match vom Ergebnis her offen. Hochscheidt (81./87.) schnupperte mit zwei Möglichkeiten am Punktgewinn. Bei seiner zweiten Möglichkeit zwang er Müller im FCH-Kasten mit einem Schlenzer zu einer Klasseparade. Als dann aber in der Nachspielzeit Samson im Aufbau patzt kommt Heidenheim in Ballbesitz und ist daraufhin mit drei Spielern gegen Männel frei durch und spielt den Konter perfekt aus: Schimmer leitet von rechts in die Mitte weiter, Schnatterer gibt nochmal ab und dann schiebt Kleindienst von links ein zum 2-0 ein. (Burg)

Trainerstimmen

Dirk Schuster (Aue): "So beschissen, wie das Spiel losging, hat es am Ende auch aufgehört. Nach paar Sekunden einen Elfmeter bekommen, gehalten. Dann nach dem Eckball die Führung. Das war anders geplant. Dann haben wir einige Sachen gut hingebracht, mussten beim Umkehrspiel aber auf der Hut sein. Da haben wir manche Dinge nicht gut verteidigt. Dann waren wir ein Mann weniger. In der zweiten Halbzeit haben wir ein ordentliches Spiel gemacht. Wir hätten einige Situationen besser ausspielen können. Wir haben mit zehn Mann besser gespielt, als in der ersten Hälfte mit elf. Wir haben einige elementare Dinge aber nicht gut gemacht. Das ärgert mich."

Frank Schmidt (Heidenheim): "Wir sind gut ins Spiel gestartet. Wir hätten früh durch den Elfmeter in Führung gehen können. Das vergaben wir, Männel ist als Elfer-Killer aber bekannt. Wichtig war dann der Eckball, als wir in Führung gehen. Im Verlauf der 1. Halbzeit haben wir das gut gemacht, hatten einige gute Möglichkeiten, wie den zweiten Elfer. Zur Halbzeit muss es 3-0 stehen. Mitte der zweiten Halbzeit hatten wir richtig gute Chancen. Dann könnte es am Ende dumm laufen, wie bei Hochscheidt Chance. Am Ende ein hochverdienter Sieg, wir hätten es uns aber etwas einfacher machen können. Ich hoffe, wir müssen nie gegen Aue und Martin Männel im DFB-Pokal in ein Elfmeterschießen."