Letztes Spiel

10. Spieltag, 16.10.2021

Karlsruher SC vs. FC Erzgebirge Aue 2-1

Aktuelle News

Herbst 1964 - Als die Meisterschaft ruhte

Am 13. September 1964 mußte Wismut Aue am 6. Spieltag beim Vorjahres-Meister Chemie Leipzig im Georg-Schwarz-Sportpark antreten. Vor 18.000 Zuschauern ließen sich sich die Gäste auch durch den schnellen 0-1 Rückstand durch Richter (4.) nicht beeindrucken. Die Auer Mannschaft, damals von Armin Günther trainiert, erreichte nicht nur durch Konrad Wagner wenig später (15.) den Ausgleich, sondern war danach über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft. Obwohl Chemie verletzungsbedingt lange Zeit in Unterzahl spielen mußte, kamen sie in der Schlußphase nochmals auf. Wismut hielt den Leipziger Endspurt stand und blieb somit nach Abpfiff als einzige Oberligamannschaft noch ungeschlagen. In diesen sechs Punktspielen holte Aue 1 Sieg und 5 Unentschieden.

Ab den 6. Spieltag ruhte die DDR-Meisterschaft 1964/65. Wismut war als einziger noch ungeschlagen! Quelle: Sportecho


Zehn Tage später gab es diese Begegnung zum zweiten Mal. Diesmal im Auer Otto-Grotewohl-Stadion, doch vor 4.000 Zuschauern setzte es die erste Niederlage (1-3) für Wismut im noch relativ jungen Spieljahr. Das Spiel gehörte jedoch zum Olympia-Pokal. Dieser Wettbewerb mußte quasi im Herbst 1964 „eingeschoben“ werden um die über achtwöchige Unterbrechung der DDR-Oberliga-Saison 1964/65 zu überbrücken. Der Olympia-Pokal hatte den Status von Pflichtspielen und war ein Wettbewerb des Deutschen Fußball-Verbandes der DDR (DFV) sowie der Neuen Fußballwoche (Fuwo). Der Grund war die Teilnahme der Fußballolympiaauswahl der DDR an den Olympischen Sommerspielen in Tokio. Der DFV der DDR hatte so entschieden, daß er in diesem Jahr die Olympischen Spiele als das bedeutendste Ereignis einschätzte und die Kräfte auf dieses Turnier konzentrierte.

Am 11.10.1964 begann das Olympiaturnier in Japan. Die DDR startete mit einem 4-0 Sieg über den Iran. Foto: Archiv Fuwo 41/64


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Zeitreisen – Spieler und Trainer erinnnern sich an die DDR-Oberliga

Der gebürtige Wolfener und in Delitzsch aufgewachsene Maik Großhäuser, schreibt ein Buch über den Fußball in der DDR. Der 49-jährige Wahl-Salzburger hat dafür mehr als 60 prominente Spieler und Trainer der ehemaligen DDR Oberliga interviewt. Knapp 50 schafften es ins große Erinnerungsbuch. Teilweise bis zu 3 Stunden dauerte ein Interview. Einer der Gründe für diese Buchidee war sicher das Internet. Dort gibt es zwar vieles aber eben nicht alles. Drei Idole von Wismut Aue sind im Buch auf ca. 10-14 Seiten jeweils porträtiert von der frühesten Kindheit bis 2021.
Der Autor hat früher selbst in Nordsachsen (Kreis- und Bezirksliga bei Vorwärts und Lok Delitzsch) gekickt, später war er Trainer und Jugend-Koordinator in Salzburg bei der Austria, bis heute pfeift er Amateur-Partien im Salzburger Land. Jetzt ist unter die Buchautoren gegangen und hat seine große Leidenschaft zum Thema gemacht, die späten Helden des DDR-Fußballs. Des Werk, mit ca 450 Seiten, wird den sportlichen wie auch den privaten Lebensweg von 48 Spielern und Trainern aus den 1970er und 1980er bis zur Gegenwart beinhalten.
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Aue bestreitet 20. Europapokalspiel in Island

Spiel Wimpel Archiv: Bernd Friedrich

Am Mittwoch 30. September 1987, bestritt Wismut Aue sein 20. Europapokalspiel. Der Gegner aus heutiger und damaliger Sicht war vom Namen her nicht so spektakulär: Valur Reykjavik. Der bis dato 19-malige isländische Fußballmeister hatte sich 1986 für den UEFA-Pokal 1987/88 als Vizemeister Islands für den Europapokal qualifiziert. In Island sind die Fußballmeisterschaften aufgrund des strengen Klimas zeitlich auf das Frühjahr und den Sommer begrenzt und starten somit dann erst das Jahr darauf in den Europapokal. Wismut Aue qualifizierte sich mit Hilfe des FDGB-Pokalsieges von Lok Leipzig (4-1 gegen Aufsteiger Hansa Rostock) als Tabellenvierter in der Saison 1986/87 für den UEFA-Pokal. Die Veilchen reisten mit einer torlosen Hypothek aus dem Hinspiel in die isländische Hauptstadt. Dieses Hinspiel vor 18.000 Zuschauern (Anstoß 17.00 Uhr) im heimischen Otto-Grotewohl-Stadion war zwei Wochen zuvor bei bestem Fußballwetter aus Auer Sicht – enttäuschend. Die Fuwo kritisierte schonungslos nach dem Hinspiel: Unzureichende Fighterqualitäten, Ideenlosigkeit im Mittelfeld und Zweikampfschwächen. Keine Frage das dies nicht unbedingt für ein Weiterkommen in die 2. Runde motivierte. Zumal die drei anderen DDR-Starter im Europapokal, der BFC Dynamo (Landesmeistercup), der 1. FC Lok Leipzig (im Pokalsiegercup) und Dynamo Dreden (im UEFA-Pokal) auch ohne jeglichen Torerfolg in ihren Hinspielen blieben. Ein weiterer negativer Fakt war damals auch, das Wismut nach der tollen Vorsaison, als Oberliga Tabellenletzter das Rückspiel bei Valur bestreitten mußte. Denn am Samstag vor dem EC-Spiel mußte man als punktgleicher Vorletzter beim Letzten 1. FC Union in der Hauptstadt antreten und verlor mit 2-3 in der „Alten Försterei“. So konnte man sich mit dem Hinspiel 0-0 auch nicht lange beschäftigen bzw. versuchte das nicht so optimale Ergebnis irgendwie zu verdrängen.
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Aue verliert gegen den VFC im 2. Testspiel

Einen Tag nach dem 6-0 Testspielsieg gegen den Drittligisten Halle gab es für die Auer Mannschaft ein Ergebnis in die andere Richtung. Beim Tabellenvierten der Oberliga-Süd, dem VFC Plauen, gab es eine 2-6 Niederlage. Zur Halbzeit führte der Gast aus dem Erzgebirge noch 1-0 durch ein Nazarov-Tor.
Das Team von Cheftrainer Aliaksei Shpileuski war mit einem 19-Mann starken Kader ins Vogtlandstadion gereist. Neun Spieler aus dem Profikader, Neun Spieler aus der U19 plus Probespieler Nikola Trujic, der sich noch einmal in der 1. Halbzeit zeigen konnte. Ließ Shpileuski im ersten Durchgang noch sieben Spieler der Ersten Mannschaft auflaufen, so waren es beim Anpfiff zur 2. Halbzeit fünf und beim Abpfiff dann nur noch drei Spieler aus der Ersten Mannschaft. In Halbzeit Eins spielte sich das Geschehen meistens in der Plauener Hälfte ab. Die Führung durch Nazarov mit einem schönen Schlenzer aus der Drehung war folgerichtig nach einer Viertelstunde. Erst zum Ende der 1. Halbzeit konnten sich die Plauener etwas mehr freispielen und Akzente nach vorne setzen. In der 38. Minute mußte Klewin im Auer Tor zum ersten Mal so richtig zupacken. Mit der 1-0 Gästeführung ging es in die Kabinen.
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Aue siegt 6-0 im Testspiel

Der FC Erzgebirge Aue hat sich im Testspiel gegen den Halleschen FC ein wenig den Frust von den Seele geschossen. Mit 6-0 Toren gewann die Mannschaft von Trainer Aliaksei Shpileuski gegen den Drittligisten Halle. Die Ränge blieben leer. Weil nicht genügend Polizei-Einsatzkräfte zur Verfügung standen, musste das Testspiel ohne Zuschauer stattfinden. Aus diesem Grund wurde auch die Drittliga Paarung HFC vs. Zwickau abgesagt. Deshalb kam es zum Test in der Länderspielpause.
Bei Aue begannen die beiden Spättransfers Gueye und Mance erstmals gemeinsam und drückten der ersten Halbzeit gleich ihren Stempel auf, obwohl die Gäste zunächst den Ton angaben. Doch bereits früh zeigten die Veilchen, wie man aus wenig viel macht. In der sechsten Minute wurde

Probespieler Nikola Trujic (Nr. 16) trifft mit links zum 3-0 für Aue. Foto: St. Colditz

Gueye von Mance freigespielt und traf trocken ins kurze Eck zur 1-0 Führung. Keinesfalls geschockt zeigte sich Halle vom frühen Rückstand und hatte in der Folge die besseren Chancen durch Eberwein (22.) und Boyd (29.). Dennoch kassierten die Saalestädter das 0-2 aus ihrer Sicht. Einen weiten Ball von Strauß nahm Mance im Strafraum direkt und traf den rechten Pfosten. Im zweiten Versuch drückte er den Ball dann ins leere Tor (37.). Auch danach versteckte sich Halle keineswegs, ließ aber die nötige Effektivität vermissen, so z. B. Boyd, der einen Kopfball aus nächster Nähe drüber setzte (41.). Derstroff (42.) ließ auch eine Chance liegen.
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August 1983 - Punktgewinn beim BFC

13. August 1983 – Saisoneröffnung im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark (direkt an der Berliner Mauer) zur 36. Auflage der DDR-Fussballmeisterschaft 1983/84. Traditionell wurde die Zeremonie beim Titelträger durchgeführt. Karl Zimmermann, Generalsekretär des DFV und DTSB-Vizepräsident der DDR, eröffnete die Fußballmeisterschaft der Republik offiziell mit einer Ansprache. Der Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark war wieder einmal, nun bereits zum vierten Mal in Reihenfolge, Schauplatz der Eröffnung. Sportler trugen die Fahnen der an der Meisterschaft beteiligten Klubs und Gemeinschaften in die Arena. Zum Schluß die der beiden am Auftaktspiel beteiligten Kontrahenten des nunmehrigen fünffachen Meisters und der Oberliga-Elf von Wismut Aue. Und der Auftakt hatte es in sich. Die Sensation war der erste Punktverlust des Titelverteidigers BFC Dynamo im Heimspiel (!) gegen Wismut Aue. Die imponierende Heimspielserie von 31 ungeschlagenen Spielen blieb zwar erhalten, doch ein 0-0 stand für den Meister gegen die in Berlin seit Jahren „vorgeführten“ Veilchen eigentlich nicht zur Diskussion. „Es war unser schwächstes Spiel seit Jahren. Wir glaubten uns nach der Vorbereitungsphase gut gerüstet, doch nun wurden viele Vorsätze nicht verwirklicht, blieben wir klar unter unseren Möglichkeiten", konstatierte Trainer Jürgen Bogs. Der Meister mußte in seinem ersten Treffen noch auf Trieloff, Sträßer und Riediger verzichten. Nach 30 Minuten standen beim Titelverteidiger bereits 10 Ecken zu Buche (am Ende 20:6), doch die Gästeabwehr hatte es nicht allzu schwer, bei den meist zu ungestümen Angriffen des Titelverteidigers, dem beim Start noch spielerische Lockerheit fehlte, die Übersicht zu behalten. Bei vielen Aktionen drängte der ersatzgeschwächte BFC zu sehr in die Mitte, brachte sich so selbst um die Räume, um torgefährlich zu werden.
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Juli 1994 - Abschied von Volker Schmidt

31. Juli 1994 – Eine erzgebirgische Fußball-Legende sagte endgültig tschüs: Der 36jährige Volker Schmidt (links) wurde von 2.100 FCE-Fans vor dem Saisonauftakt gegen die Reinickendorfer Füchse frenetisch verabschiedet. "Das war für mich die Bestätigung, daß meine Leistungen auf dem Rasen anerkannt wurden", so Volker Schmidt. In 403 Pflichtspielen (22 Tore) von 1980 bis 1994 gab der Libero den Veilchen den nötigen Rückhalt.
„Wichtig bleibt die Erinnerung an den Zusammenhalt der Mannschaft und an tolle Fans, die aus

Vor Spielbeginn der Regionalliga Partie Aue vs. Reinickendorfer Füchse wünnschte Aue Präsident Uwe Leonhardt dem langjährigen Wismut-Spieler Volker Schmidt (links), der seine aktive Laufbahn beendete, alles Gute. Foto: Kruczynski

dem ganzen fußballverrückten Erzgebirge kamen, um uns anzufeuern. Welch eine Ehre, hier Stammspieler zu sein! Was für Derbys gegen Karl-Marx-Stadt, Sachsenring oder Dynamo! Abheben durftest du trotzdem nie, denn wir wohnten hier, mussten Fußballer zum Anfassen bleiben. Als es die kleine BSG in den IF- und UEFA-Cup schaffte, waren wir noch stolzer als die Kollegen aus den großen Klubs. Ähnlich ging es Harald Mothes, Steffen Krauß, Jörg Weißflog und mir, nachdem wir in die Olympiaauswahl berufen wurden, wo wir quasi auch die Auer Farben trugen“, erzählte er in einem Interview fürs Veilchen-Echo im April 2017.
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Testspiel-Niederlage gegen Drittligisten 1. FC Magdeburg

Zwei Wochen vor dem Saisonstart in der 2. Liga präsentiert sich Zweitligist Erzgebirge Aue in schwacher Form. Im Test gegen den Drittligisten 1. FC Magdeburg setzte es eine 1-2 Niederlage. Mit der knappen Niederlage waren die Veilchen noch gut bedient, denn über weite Strecken waren die Lila-Weißen dem Drittligisten unterlegen. Keine Frage, vor Aues neuem Trainer Shpileuski liegt noch viel Arbeit. "Es war kein gutes Spiel von uns. Die Spieler haben jetzt drei Wochen Input von mir bekommen. Das ist ein Prozess und braucht Zeit. Es wird am Anfang auch zäh sein, definitiv. Ich will das Spiel nicht überbewerten", so der neue Auer Coach nach dem Abpfiff. Er mußte auf die angeschlagenen Nicolas Kühn, Florian Ballas und Antonio Jonjic verzichten.
Die spielfreudigen Gäste erspielten sich sofort zahlreiche Torgelegenheiten. Schon in der 4. Minute rettete Strauß im letzten Moment gegen den einschussbereiten Krempicki. Dann brachte der quirlige Atik (9.), völlig frei vor Männel, den Ball nicht unter Kontrolle und Obermair traf das rechte Außennetz (19.). Nur zwei Minuten später parierte Männel erst gegen Obermair und auch den Nachschuß gegen Condé. Auch den 3. Versuch von Schuler konnte er abwehren. In dieser Phase spielte nur der 1. FCM. Sie kombinierten sehenswert und erarbeiteten sich eine gute Chance nach der anderen. Beim 0-1 wurde die Auer Abwehr komplett kalt gestellt. Condé (23.) schob aus Nahdistanz einen Querpaß unbedrängt zur verdienten Führung ein.
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Auslosung DFB Pokal – Aue reist nach Ingolstadt

Der FC Erzgebirge Aue muss in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt ran. Das ergab die heutige Auslosung im Rahmen der ARD-Sportschau im Fußballmuseum Dortmund am Sonntagabend. Der frühere Fußballprofi und heutige TV-Experte Thomas Broich zog die 64 Kugeln aus den zwei Töpfen. Gleich bei der 4. Los-Kugel fischte er die Auer aus dem Topf.

Der DFB-Pokal 2021/22 wird die 79. Austragung des Fußballpokalwettbewerbs der Männer sein. Das Finale wird am 21. Mai 2022, wie seit 1985 üblich, im Berliner Olympiastadion stattfinden. Quelle: fussball.de

Die Moderation übernahm Stephanie Müller-Spirra und als Ziehungsleiter funguierte Peter Frymuth, Vizepräsident für den Spielbetrieb. Die Schanzer und die Veilchen standen sich bisher in 17 Pflichtspielen gegenüber. Im DFB-Pokal gab es dieses Duell schon einmal. Im August 2016 unterlag der FCE zu Hause im heimischen Stadion gegen den damaligen Erstligisten mit 7-8 erst im Elfemeterschießen. Nach 120 Minuten stand es 0-0. In der Liga treffen die Veilchen am 11. Spieltag auf Ingolstadt. Gespielt wird dann am vorletzten Oktoberwochenende in Aue.
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Veilchen Sieger im Blitzturnier

Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue hat Samstag-Nachmittag ein Blitzturnier im vogtländischen Auerbach gegen zwei Regionalligisten aus der 4. Liga gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Aliaksei Shpileuski gewann vor 500 Zuschauer beide Spiele über jeweils 45 Minuten gegen die SpVgg Greuther Fürth II (3-0) und Gastgeber VfB Auerbach (4-1). Die erste Partie zwischen Fürth II und Auerbach endete 1-1. Aues Trainer Aliaksei Shpilevski nach dem Spiel: "Es war gut, dass wir ziemlich zeitnah nach dem ersten Test den zweiten Test bekommen haben. Dafür geht auch ein Dank an den VfB Auerbach, der das kurzfristig ermöglicht hat. Durch die zwei Spiele konnten wir den kompletten Kader einsetzen. Ich habe viele gute Dinge gesehen. Die Jungs sind auch bei heißen Temperaturen mit schweren Beinen marschiert und haben Gas gegeben."
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