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34. Spieltag, 23.05.2021

FC Erzgebirge Aue vs. VfL Osnabrück 2-1

Aktuelle News

Vor 40 Jahren - Abstiegsdrama im Lößnitztal

Blick ins Auer Stadion nach dem Schlußpfiff von Schiedsrichter Scheurell am letzten Spieltag der 29. Oberligasaison von Wismut Aue 1980/81. Foto: Burg Archiv

Vor 40 Jahren am 30. Mai 1981 pilgerte anscheinend das ganze Erzgebirge ins Auer Otto-Grotewohl-Stadion um ihre Veilchen, die sich am letzten Spieltag der Saison 1980/81 in allergrößter Not befanden, beizustehen. Die Nerven der 18.000 Zuschauern und der Wismut Akteure waren zum zerreißen gespannt. Denn ihre Wismutelf war in eine äußerst prekäre Situation geraten. Ein Erfolg im letzten Saisonspiel gegen den 1. FC Magdeburg konnte nur dann den Klassenerhalt sichern, wenn Böhlen oder Zwickau nicht gewinnen. „Die Zuschauer standen von Anfang an hinter uns und haben uns den Rücken gestärkt. Das war der 12. Mann den wir gebraucht haben um gegen die Nationalspieler von Magdeburg zu bestehen. Bei denen ging es ja noch um den 3. Platz“. Dies sagte der damals 22-jährige Erhard Süß von Wismut Aue, wenn er heute 40 Jahre später gefragt wird: Wie war das damals? Sofort erinnerte er sich auch an den enormen Zuschauerzuspruch im Lößnitztal, „...denn daran haben wir in der Mannschaft nicht im geringsten gerechnet. Eigentlich waren wir schon abgestiegen. Doch dann kamen wir wie Phönix aus der Asche nach oben. Als ich die Treppe runter das gefüllte Stadion sah, konnte ich es nicht glauben. Ich hatte das ja noch nie gesehen“, ist Erhard auch heute noch überwältigt.
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Vor 30 Jahren – Aues Kampf um die 2. Bundesliga

Im Mai 1991, kam es zum Showdown in der zweitklassigen NOFV-Liga Staffel B. Noch 30 Jahre später sorgen die Erinnerungen, an die aus Auer Sicht unschönen Szenen und wie sie zustande gekommen sind, für Kopfschütteln und Unverständnis.
Die Saison 1990/91 war die letzte Spielzeit der zweithöchsten Spielklasse der DDR. Da im Laufe der Saison die Wiedervereinigung vollzogen wurde und der Deutsche Fußball-Verband der DDR dem Deutschen Fußball-Bund beitrat, diente der neu gegründete Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) als offizieller Namensgeber für die einstige DDR-Liga. Den Auftakt vollzog Anfang August 1990 die Staffel B mit ursprünglich geplanten 17 Mannschaften, von denen der FC Grün-Weiß Leipzig 1990 (ehemals Chemie Leipzig) nach einer Fusion mit FSV Böhlen noch aus der Staffel B verschwindet und als FC Sachsen Leipzig in der Oberliga weiterspielt. Da die Spielpläne für die B-Staffel aber alle schon fix und fertig waren, gibt es deswegen pro Spieltag immer 2 spielfreie Mannschaften.
Nach dem bitteren Abstieg im Mai 1990 stellten sich Wismut Routiniers wie Torwart Jörg Weißflog, Steffen Krauß oder Libero Volker Schmidt mit dem Trainerduo Jürgen Escher und Konrad Schaller der Herausforderung in der DDR-Liga, Staffel B. Anfänglich lief es noch ganz gut. Doch als es nach dem Spitzenspiel (2. - 4.) gegen Kali Werra Tiefenort (7-0/h) Anfang Oktober, eine Serie von drei Unentschieden gegen Suhl 0-0/a, Nordhausen 0-0/h und Meißen 2-2/h gab, platzte bei der 3-4 Niederlage beim Chemnitzer SV (Nachfolger von Motor Fritz-Heckert KMST) die Bombe. Nach diesen vier sieglosen Spielen war die Stimmung auf dem Nullpunkt. Eine Woche später entluden sich dann „kräftige Gewitter“ im Lößnitztal. Vor dem Abschlußtraining für das Liga-Heimspiel gegen Sömmerda mußten die Trainer Jürgen Escher und Konrad Schaller sowie Manager Reinhardt Meindl ihre Sachen packen. Der Junioren-Trainer Heinz Häcker fungierte als Interimstrainer, konnte aber auch nicht die 1-2 Heimniederlage gegen den Tabellenfünften verhindern. Es sollte die letzte sein im weiteren Saisonverlauf.
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1986 - Klassenerhalt mit drei Heimsiegen perfekt gemacht

Anfang Mai 1986 war das Kapitel Abstieg bei Wismut Aue abgehakt. Binnen 8 Tagen holten die Schützlinge von Hans Speth in drei aufeinanderfolgenden Heimspielen vor insgesamt 41.000 Zuschauern gegen den 1. FC Union (3-0), Sachsenring (2-0) und dem FCK (2-1) satte 6:0 Punkte. Am 23. Spieltag in der Saison 1985/86 war die Abstiegsfrage in der DDR-Oberliga schon entschieden. Sachsenring verließ nach 1985 zum zweiten-mal die Oberliga. Dem FC Hansa widerfuhr dieses Mißgeschick schon zum fünften-mal (vorher 1956, 1975, 1977, 1979). Zwar hatten die Rostocker

Wismut Aue – I. FC Union Berlin 3-0 am 26. April 1986. Verdutzt schauen Ralf Sträßer (links) und Torhüter Wolfgang Matthies (beide Union) drein, nachdem Aues Reypka (nicht im Bild) zum 1-0 kurz vor der Pause getroffen hatte, dazwischen Volker Schmidt (Aue).

noch eine theoretische Chance. Aber wer angesichts ihres Torverhältnisses (-19) noch an eine Chance dachte ist mehr gutgläubig als realistisch. Die Wismut-Akteure wiesen ihre Steigerungsfähigkeit in dem Bezirksderby gegen den FC Karl-Marx-Stadt einmal mehr nachhaltig nach. „Eine unabdingbare Voraussetzung für das bemerkenswerte Abschneiden in der zweiten Halbserie“, wie Aues Trainer Hans Speth noch einmal sachlich feststellte. Er selbst wußte um die Probleme seiner Mannschaft nach dem Mittwochspiel gegen den anderen Bezirksnachbarn Sachsenring Zwickau am besten. „Wir hatten Kraft gelassen, deshalb begannen wir vorsichtig.“ So dominierten beide Abwehrreihen über eine Stunde lang vor den Augen von 18.000 Zuschauern im Otto-Grotewohl-Stadion. Ein Zustand, der sich änderte, als Rainer Kunde ein ausgesprochener spektakulärer Treffer gelang. Ein weiter Einwurf von Steffen Krauß, der auf den Weg in den FCK Strafraum noch durch einen Hinterkopf abgelenkt wird und per Seitfallzieher schlägt es der Auer Angreifer zum 1:0 in die Maschen (63.). Endlich wurden nun das Risiko auf beiden Seiten gesucht. Nach dem Ausgleichstreffer per Kopf von Michael Glowatzky (71.), holte dann der Schmied von Aue, Steffen Krauß, zum großen Schlag aus. Mit diesem Schlag (82.) hatte kaum jemand gerechnet, Illing nicht, der Krauß ein wenig zuviel Spielraum ließ, auch Kompalla im FCK-Tor kaum, der sich zwar mächtig streckte, auch noch an das Leder mit den Fingerspitzen herankam, letztlich aber dessen Einschlag nicht verhindern konnte. Das 2-1 war perfekt, ein neuerlicher Heimerfolg für die Wismut-Elf, die sich damit auch der letzten Sorgen entledigte. „Wer Schmied gelernt hat, wie der Steffen, der muß auch mal richtig auf den Amboß hauen können", kommentierte Trainer Hans Speth hinterher den fulminanten Treffer des Mittelfeldspielers.
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Das Liga Abenteuer der Zweiten von Wismut Aue

Ende April 1986 fiel eine Vorentscheidung gegen die Zweite Mannschaft von Wismut Aue. In einem Nachholespiel aus der 25. Runde verloren die Schützlinge von Trainer Heinz Häcker vor 1.000 Zuschauern mit 0-1 auf den Lindenberg in Weimar. Torschütze Andreas Kretzer (70.) besiegelte da schon, so gut wie sicher, den Abstieg der Auer in der DDR-Liga Staffel B 1985/86. Vier Tage später kam mit einem 0-3 bei Dynamo Dresden II eine weitere Niederlage hinzu. Die 15. im Saisonverlauf. Da hatte das Schlußlicht Wismut Aue II nun bereits vier Zähler Rückstand zum Vorletzten und zu zum rettenden Platz 15, den Motor Suhl (Oberliga Absteiger 1985) innehatte, waren es gar schon fünf Punkte. Am Saisonende standen insgesamt 21 Niederlagen auf dem Konto.
Dabei war die Welt für den Aufsteiger Mitte November 1985 noch halbwegs in Ordnung. Nach einem 2-1 Heimsieg über Glückauf Sondershausen standen die Auer mit bis dahin 3 Siegen, 3 Remis und 6 Niederlagen auf dem 14. Rang und damit über den Strich. Doch danach ging es stetig abwärts. Es sollte nur noch ein Sieg bis zum 34. und letzten Spieltag dazukommen.
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Buchvorstellung – 90 Minuten Erzgebirge Aue

Kurz vor der 500. Partie in der 2. Fußball-Bundesliga gegen Hannover 96 erschien ein neues Buch über den FC Erzgebirge Aue. Es hangelt sich von Minute zu Minute – und setzt auf ausgesuchte Momente im nun bereits 75-jährigen Leben des Vereins. Autor ist Monty Gräßler, Jahrgang 1972, arbeitet als Lokalsportredakteur für die Chemnitzer Freie Presse. Seit 35 Jahren jubelt, bangt und leidet der Erzgebirger mit den Veilchen, wie man den Klub aus Aue auch nennt. "90 Minuten Erzgebirge Aue" ist seine vierte Buch-Veröffentlichung.


Das 144-seitige Buch im Format 21x21 cm (Hardcover, Preis 19,90 €) ist eine herrliche und höchst unterhaltsame Zeitreise durch 75 Auer Fußballjahre. Wer sich mit dem Verein verbunden fühlt oder sogar einige der beschriebenen Spiele live erlebt hat, für den ist das Buch ein Leseerlebnis. Eine schöne Mischung von besonderen und magischen Momenten aus der legendären Wismut Ära und natürlich der Zeit vom FC Erzgebirge Aue den es ja seit dem 1. Januar 1993 unter diesen Namen gibt.
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Zum 500.-mal 2. Bundesliga für den FC Erzgebirge Aue

Fast 18 Jahre ist es nun her, das der Erzgebirge Aue in der Saison 2003/04 erstmals in der Zweiten Liga antrat. Als die Veilchen gegen den SSV Jahn Regensburg (0-1) am 3. August 2003 im Lößnitztal ihr allererstes Spiel in dieser Spielklasse absolvierten, hatten einstige langjährige Rivalen aus alten DDR-Oberliga Zeiten schon eine dreistellige Anzahl von Spielen in dieser Liga gespielt. Der Chemnitzer FC hatte 7 Spielzeiten (252 Spiele), Carl-Zeiss Jena 6 (218), VfB Leipzig 6 (214), Zwickau 4 (136) und der Hansa Rostock 3 Serien mit 118 Spielen auf ihre Konten abgespeichert.
Die Auer Fußballer nahmen nach dem bitteren Abstieg aus der DDR-Oberliga im Mai 1990 einen langen 13-jährigen Anlauf um dann endlich den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu schaffen. Aber wer hätte das jemals gedacht, das sich der Auer Fußball so entwickeln würde, als man 1991 bei der Zuteilung der Ostdeutschen Vereine in die 2. Bundesliga nur Zuschauer war. In der tristen Drittklassigkeit war es nicht leicht sich über Wasser zu halten. Mitten in der Saison 1992/93 mußten sie sich zwangsläufig (Sponsor Wismut zog sich zurück) einen neuen Vereinsnamen geben. Seit dem 1. Januar 1993 spielen die Lila-Weißen nun unter den jetzigen Namen und bestritten seitdem in fünf verschiedene Ligen bisher 967 Punktspiele.

1974 war die 2. Bundesliga eingeführt worden. 40 Fußballvereine, in den zwei Staffeln Nord und Süd aufgeteilt, spielten erstmals gemeinsam um den Aufstieg in das Fußballoberhaus. Mit der am 2. August 1974 angepfiffenen Freitagabendpartie zwischen dem 1. FC Saarbrücken und SV Darmstadt 98 begann ihre erste Saison. Das erste Tor in der neuen Liga erzielte der Saarbrücker Nikolaus Semlitsch in der 18. Minute. Dieses 1-0 war zugleich das Endergebnis im ersten Zweitligaspiel. Mit Ausnahme des FC Bayern München haben alle großen Vereine Deutschlands eine oder mehrere Spielzeiten in der 2. Bundesliga verbracht. Diese Klubs haben neben jahrzehntelangen Institutionen wie der SpVgg Greuther Fürth, Alemannia Aachen oder FC St. Pauli die jeweils bereits über 1.000 Spiele im Unterhaus absolviert haben sowie Fortuna Köln (970 Spiele) oder Stuttgarter Kickers (864 Spiele) die Liga geprägt. Spätere Nationalspieler wie Jürgen Klinsmann, Rudi Völler, Andreas Brehme, Olaf Thon und viele andere erregten in der 2. Liga erstmals Aufmerksamkeit. 1981 wurde die eingleisige 2. Bundesliga mit 20 Vereinen eingeführt. Für die Qualifikation zur neuen Spielklasse gab es erneut ein ausgeklügeltes System.
Nach der politischen Wende spielten dann auch die Clubs des NOFV (Vereine aus dem Territorium der ehemaligen DDR) in der 2. Bundesliga mit. Dies erforderte eine deutliche Erhöhung der Zahl der teilnehmenden Vereine. In der Saison 1991/92 wurden zunächst sechs NOFV-Klubs in die Liga aufgenommen, sodass sich die Anzahl der Vereine auf 24 erhöhte. Daher kehrte man zum Staffelsystem zurück und spielte in zwei Staffeln à 12 Mannschaften. Zwar stiegen in dieser Saison fünf Mannschaften in die Oberliga ab und nur drei aus der Oberliga auf, da jedoch aus der Bundesliga vier Vereine ab- und nur zwei dorthin aufstiegen, nahmen auch in der Folgesaison wieder 24 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Auf Wunsch der Vereine kehrte man zur eingleisigen Liga zurück, sodass es in der Saison 1992/93 zu einer historischen Mammut-Saison mit 46 Spieltagen kam. Noch zwei Spielzeiten (1993/94 und 1994/95) waren nötig um auf die heutige Ligastärke von 18 Mannschaften zu kommen. Seit der Saison 2008/09 erhält der Sieger der 2. Bundesliga eine eigene Trophäe. Zur Begründung sagte der damalige DFL-Geschäftsführer Tom Bender († 2018): „Die Meisterschale ist das wichtigste Symbol des sportlichen Wettbewerbs in der Bundesliga. Mit einem eigenen Pokal für den Meister der 2. Bundesliga möchten wir nun auch diese besondere Leistung würdigen.” Sie besteht aus Silber und wiegt achteinhalb Kilogramm, hat einen Durchmesser von einem halben Meter und ist mit 30.000 Euro versichert. Der Zweitligameister der Saison 2008/09, der SC Freiburg, durfte am 24. Mai 2009 als erster Verein diese Trophäe entgegen nehmen.
Die drei meist bespielten Gegner, von bisher insgesamt 54, gegen die Aue seit 2003 antrat in der 2. Liga, sind die SpVgg Greuther Fürth mit 28 Spielen (Bilanz 7/9/12), der VfL Bochum mit 22 Spielen (7/3/12) und der Karlsruher SC mit 21 Spielen (10/6/5). Derzeit rangieren die Auer auf dem 29. Platz von aktuell 127 Mannschaften die je in der 2. Bundesliga spielten. (Burg)
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Aues neuer Rekordhalter - Martin Männel

Martin Männel (li.) kurz vor Anpfiff gegen den VfL Bochum mit Jan Hochscheidt. Foto: FCE (pp/Roger Petzsche)

Herzlichen Glückwunsch an Aues Kapitän Martin Männel. Seit 2008 steht der Torwart beim FC Erzgebirge Aue im Tor. Im Freitags-Abend-Punktspiel der 2. Bundesliga gegen den VfL Bochum absolvierte er sein 419. Pflichtspiel und löst damit Wismut-Legende Holger Erler als Rekordspieler des FCE ab. Der frühere Mittelfeldstratege absolvierte zwischen 1970 und 1985 insgesamt 418 Pflichtspiele (99 Tore). Dass er nun überholt wird, stört den langjährigen Rekordhalter Holger Erler kein bisschen. „Als Torhüter ist es natürlich einfacher, so eine Marke aufzustellen. Aber Martin zeigt auch immer stabile Leistungen“, sagt der 70-Jährige. Erler selbst hielt die Bestmarke knapp 37 Jahre, nachdem er im September 1984 seinerzeit Siegfried Wolf abgelöst hatte.
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Spätstarter schlug auf Anhieb ein im „Schacht”

Bernhard Konik auf einer Autogrammkarte aus Wismut-Tagen. Foto: Burg/Archiv

Fast ein Jahrzehnt lang war Bernhard Konik gesetzt beim Oberligakollektiv der BSG Wismut Aue. Zwischen 1982 und 1990 bestritt der heute 60-Jährige 200 Pflichtspiele für die Veilchen, davon 166 Punktspiele sowie 15 Partien im FDGB-Pokal und 19 im UEFA- beziehungsweise Intertoto-Cup. Teamkollegen wie Aue-Fans schätzten den zuverlässigen, stets einsatzstarken und resoluten Linkverteidiger. Heute lebt er mit seiner Familie in Erfurt, verpasst im Fernsehen aber fast kein Spiel des FC Erzgebirge, wie er erwähnt. Kein Wunder, schließlich nennt Konik die Jahre im Lößnitztal seine schönsten als aktiver Fußballer. Zudem ging er seine ersten Fußballschritte schon bei einer BSG Wismut, allerdings in Gera. „Ich war ein Spätstarter, begann erst mit elf Jahren richtig zu trainieren. Mein Bruder Waldemar, zwei Jahre älter als ich, war dort schon etwas länger am Ball und nahm mich eines Tags mit in den Verein”, erinnert sich der Thüringer. Das heißt, eigentlich stammt seine Familie ja aus Oberschlesien, wo Bernhard am 10. April 1960 in Piekary in der Nähe von Kattowitz geboren wurde.
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Ein ganz heißes Spiel bei Schnee und Kälte

Aue im Dezember 1983. Fast neun Jahre war es her, daß Wismut Aue unter den letzten acht Mannschaften des nationalen Pokalwettbwerbs war. Während der BFC Dynamo Chemie Premnitz (5-1) und den HFC Chemie (5-2) ausschaltete, erreichte Wismut nach Siegen bei Chemie Böhlen (3-0) und zuhause gegen Motor Babelsberg (4-2) dieses Viertelfinale, das seit 1979/80 wieder im K.O.-System in allen Runden ausgetragen wurde. Davor gab es von 1972/73 bis 1978/79 ab dem Achtelfinale Hin- und Rückspiele. Wismut gelang zwar seit dem 19. März 1977 in Aue (1-0) in 14 aufeinanderfolgenden Punktspielen (12 Niederlagen, 2 Unentschieden) kein Doppelpunktgewinn mehr gegen den BFC, doch das 0-0 zum Saisonauftakt am 13. August im Berliner Jahn-Sportpark ist noch nicht vergessen.
Ihr zumeist frühzeitiges Ausscheiden im Pokalwettbewerb in den zurückliegenden Jahren war mit vorrangiger Orientierung auf das Bestehen im Abstiegskampf wohl kaum zu erklären oder gar zu entschuldigen. Letztmals in der Saison 1974/75 (gegen Rostock) im Viertelfinale stehend, das nach zwei Siegen mit 2-0 und 2-1 letztlich auch gemeistert wurde, hat sich im Sinnen und Trachten der Elf offensichtlich ein Wandel vollzogen. Pokalambitioniert wie zur frühen Anstoßzeit um 12.30 Uhr getreu dem festen Vorsatz, über sich hinauszuwachsen, sahen die Mannen um Kapitän Jürgen Escher seit langem nicht aus. „Wir stehen vor einer sehr schweren Aufgabe, die wir nur dann lösen können, wenn die Mannschaft über sich hinauswächst“, meinte Aues Trainer Hans-Ulrich Thomale im Vorwort des Stadionprogrammes. Wozu die Erzgebirgler in heimischer Atmosphäre in der laufenden Saison fähig sind, bekam nun auch der Meister zu spüren. Die Gefahr. wie alle fünf vorausgegangenen Punktspiel-Kontrahenten aus Aue mit einer Niederlage die Heimreise anzutreten, war riesengroß.
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In Gedenken an Uli Ebert

Ulrich Ebert im Mai 1979 bei einem Heimspiel. Foto: F. Kruczynski

Heute am 22. November, vor genau 15 Jahren, starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 57 Jahren Aues langjähriger Torhüter Ulrich „Uli“ Ebert. Er wird allen Freunden des Auer Sports immer in guter Erinnerung bleiben. Er war ein Fußballverrückter. Uli hat den Auer Fußball geliebt, ihn mit jeder Faser gelebt. Aues ehemaliger Kapitän Dietmar Pohl: „Uli war ein herausragender Torwart der DDR-Oberliga und Wismut Aue. Er zeigte seine ausgezeichnete Sprungkraft und Reaktionsschnelligkeit in vielen Spielen. Nach seiner Karriere arbeitete ich gemeinsam mit ihm im Nachwuchsbereich und organisierte mit ihm die Spiele der Traditionsmannschaft des FC Erzgebirge Aue.“ Viele erinnern sich noch begeistert seiner Klasseparaden, als er in den siebziger und achtziger Jahren als Nachfolger von Manfred Fuchs das Tor der Wismut-Mannschaft hütete. Zwischen 1970 und 1983 bestritt er 268 DDR-Oberligapunktspiele sowie 31 Pokalspiele für Wismut Aue. Damals wie heute hatte Aue stets exzellente Torhüter in seinen Reihen, unter ihnen war Uli Ebert einer der Besten. „Ulrich Ebert gehörte zu seiner aktiven Zeit zu den besten Torhütern der DDR-Oberliga. Seine Stärken waren vor allem eine hervorragende Athletik, ein gutes Stellungsspiel und ausgezeichnete Reflexe. Oft hat er scheinbar unhaltbare Bälle gehalten und damit für Wismut Aue wichtige Punkte geholt", so sein langjähriger Mitspieler Jürgen Escher.
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