Spielberichte
25. Spieltag, 09.03.2019

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Erzgebirgsstadion Aue, Sonnabend 09. März 2019
(Kick off 13:00 Uhr)


Überzeugender Heimsieg von Aue


Erzgebirge Aue hat mit dem zweiten Sieg in Folge einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Vor 7.350 Zuschauern sorgten Iyoha (11.) und der österreichische Winter-Neuzugang Zulechner (81.) für den alles in allem verdienten und überzeugenden Erfolg für die Veilchen. Für die Gäste, die nach der Roten Karte gegen Kapitän Hünemeier (45. +1/ Notbremse) eine Halbzeit in Unterzahl agierten, kam der Anschlusstreffer von Antwi-Adjej (87.) zu spät. Aues Trainer Daniel Meyer wollte nach dem wichtigen 3-0 in Sandhausen lediglich eine Änderung an seine Siegerelf vornehmen: Kalig rückte für Baumgart in die Startformation. Kurz vor Spielbeginn meldete sich allerdings der grippegeschwächte Herrmann ab, für den dann Rizzuto beginnen durfte.

Das Spiel begann praktisch ohne jegliche Abtastphase. Michel probierte es gleich zweimal (2./4.) in Richtung Männel-Tor. Dann bediente Iyoha Hochscheidt, der plötzlich alleine vorm SCP-Keeper Zingerle stand weil die Gäste auf Abseits spielten. Nach seinem Querpass zu Testroet hätte Aues Torschütze Nr. 1 nur einschieben müssen, doch dem Stürmer versagten die Nerven (5.) und der Ball rollt gar ins Seitenaus. Dann waren wieder die Gäste dran. Nach einem Ballgewinn an der Mittellinie schalten die Ostwestfalen blitzschnell um und Michel wird mit einem Steilpass auf die Reise geschickt. Er zieht in den Strafraum und muss den Ball nur noch rechts rüber legen auf den mitgelaufenen Zolinski, doch er macht es selber und scheitert am klasse reagierenden Männel! Schon zu diesen Zweitpunkt war zu erkennen das die Gastgeber immer den Weg nach vorn suchten. So auch in der 11. Minute. Testroet flankt gegen Collins von der Grundlinie im zweiten Versuch auf den langen Pfosten und dort schmettert Iyoha den Ball volley und sehenswert schräg oben in den rechten Winkel. 1-0 für Aue. Das Spiel bleibt nach dem Tor rassig auf beiden Seiten. Hochscheidt (17.) mit dem Kopf vorbei und Tekpetey (18.) prüfte Männel mit einer Direktabnahme. Dann gab es eine Schrecksekunde für Aue als Cacutalua verletzt vom Feld muß. Der Innenverteidiger knickte ohne Einwirkung vom Gegner im gegnerischen Strafraum böse weg. Für ihn kam Samson (31.). Dann ließ Zolinski, nach überragender Michel-Vorarbeit (gegen Samson und Fandrich), das Auer Tor erzittern. Sein kapitaler Schuß ging ans Quergebälk (35.).
In der hitzigen Schlußphase der 1. Halbzeit flog dann noch SCP-Kapitän Hünemeier vom Platz, weil er gegen Iyoha zu einer Notbremse greifen musste - den fälligen Freistoß unmittelbar vor der Strafraumgrenze schoß Testroet in die Mauer (45. +3)

Gegen das in Unterzahl agierende Team von Steffen Baumgart versuchten die Hausherren sofort das zweite Tor nachzulegen. Es folgte jedoch oft das nötige Quäntchen Genauigkeit im Abschluss. So war es unter anderem Rizzuto, der mit seiner gefährlichen Eingabe von links nur knapp übers Quergebälk streicht (49.). Wenig später scheiterten Iyoha (55.) mit einem Schußversuch und Testroet (55.), der einen Kopfball knapp neben den linken Pfosten setzte. Das Spiel bleibt kurzweilig weil die Gäste immer wieder den Weg nach vorn suchten. Ritter (50./57.). Danach wurden die Gastgeber immer dominanter was sich auch im Eckenverhältnis ausdrückte. Iyoha (65./79.), Hochscheidt (71./73.) und der eingewechselte Zulechner (75.) kamen zu Gelegenheiten bei den Zingerle im Tor aber nicht eingreifen mußte. Doch die nie nachlassenen Veilchen machten dann zur Freude der eigenen Fans in er 81. Minute den Deckel drauf. Männel schickt Iyoha mit einem langen Abschlag auf die Reise. Der 21-Jährige lässt Strohdiek im Dribbling stehen, zieht in die Mitte und spielt quer auf Zulechner. Der Österreicher nagelt das Ding aus etwa neun Metern Torentfernung und ganz leicht abgefälscht von Collins unter die Latte zum 2-0. Hut ab vor Paderborn die sich auch danach nicht geschlagen geben. Nach einem unwiederstehlichen Antritt von Tekpetey, dem Samson nicht fogen kann, bedient der Ghanaer von der Grundlinie den eingewechselten Antwi-Adjej, der nur noch den Fuß hinhält. Plötzlich steht es nur noch 2-1 (87.). Bis in die vierminütige Nachspielzeit bleibt es spannend. Erst zwingt der eingewechselte Nazarov (90.) Zingerle im SCP-Tor zu einer Superparade. Die exelente Volleyabnahme und die Parade waren eins. Und dann geriet ein Zuspiel von Riese auf den Kopf von Zulechner (90. + 1) etwas zu hoch für den Österreicher. Zuguterletzt verhindert Kalig beim Schuß von Tekpetey (90. +4) den Ausgleich. (Burg)

Pressekonferenz in Aue. Foto: Burg

Trainerstimmen
Steffen Baumgart (Paderborn): "Gleich in der Anfangsphase gab es Chancen hüben wie drüben, weil beide Mannschaften voll auf Sieg gingen. Auch wir hätten in Führung gehen können, gerieten aber in Rückstand. Trotz der Roten Karte haben wir nach der Pause weiterhin nach vorne gespielt und versuchten Druck aufzubauen. Kein Vorwurf an meine Mannschaft. Sie hat ein intensives Spiel gezeigt. Im Abschluss fehlte uns aber auch etwas das Glück."

Daniel Meyer (Aue): "Mit der zeitigen Führung im Rücken haben wir eine ruhige erste Halbzeit gespielt. Nach der Pause war es dann ein sehr wildes Spiel. Wir waren zwar in Überzahl, mussten aber trotzdem sehr aufmerksam sein. Kompliment an meine Truppe die unbedingt gewinnen wollte und alles rausgehaun hat. Wille und Intensität haben gestimmt. Überragend war heute die Stimmung im Stadion. So muss es sein."

Aue (Lila/Lila/Lila): Männel - Cacutalua (31. Samson), Wydra, Kusic - Kalig, Fandrich, Riese, Rizzuto – Hochscheidt (83. Nazarov) - Iyoha, Testroet (70. Zulechner)

Paderborn: Zingerle - Dräger, Schonlau, Hünemeier, Collins - Pröger (46. Strohdiek), Vasiliadis, Ritter - Tekpetey, Zolinski (68. Klement), Michel (82. Antwi-Adjei)

Schiedsrichter: Lasse Koslowski (Berlin)

Zuschauer: 7.350

Tore: 1-0 Iyoha (11.), 2-0 Zulechner (81.), 2-1 Antwi-Adjei (87.)

Reserve Aue: Jendrusch – Baumgart, Käuper

Gelbe Karten: Testroet (26.), Kalig (37.), Rizzuto (41.), Riese (51.), Hochscheidt (65.), Fandrich (69.) / Zolinski (41.), Strohdiek (79.)

Für Rizzuto/Aue war es die 10. gelbe Karte und für Fandrich/Aue die 5. gelbe Karte. Beide sind für das nächste Spiel gesperrt.

Bes. Vorkommn.: Rote Karte Hünemeier/SCP wegen Notbremse (45. +1)