Spielberichte
15. Spieltag, 28.11.2014

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Sparkassen Erzgebirgsstadion Aue, Freitag 28. November 2014
(Kick off 18.30 Uhr)


Aue mit enttäschender Heimniederlage gegen Union


Aue mit enttäschender Heimniederlage gegen Union
Es sollte ein richtungsweisende Spiel werden. Wurde es auch, nur für die Auer Veilchen in die verkehrte Richtung. Spätestens nach dem 1-2 am Freitagabend gegen den 1.FC Union Berlin, ist die Euphorie bei den Auer Veilchen endgültig verschwunden. Die 3. Niederlage am Stück unter der Leitung von Trainer Tommy Stipic spricht Bände. Das im Vorfeld angekündigte „Feuerwerk“ auf den Rasen gegen den ebenfalls krieselnden Rivalen aus Berlin, sah man nur im Gästeblock, wo es unmittelbar vor dem Anpfiff ein minutenlanges und lautstarkes Feuerwerk gab.

Als der Rauch verzogen war sah man ein Spiel, das über weite Strecken der Ersten Halbzeit an Langeweile kaum zu überbieten war. Die Kälte im Eisschrank Lößnitztal tat für die Zuschauer und den Aktiven auf den Rasen sein übriges. Besonders Schlimm aus Auer Sicht, das ihr Spiel besonders zäh daherkam. Die Ungeduldigkeit des eigenen Anhangs war dann nur allzuverständlich. Am Anfang war noch so etwas wie Hoffnung da, weil Okoronkwo, der überraschend in der Startelf stand, einen Ball ans linke Lattenkreuz (5.) hämmerte. War zwar Abseits, doch das machte Mut. Dieser verflog aber so schnell er gekommen war. Novikovas war der einzige, sozusagen als Alleinunterhalter, der sich mal was zutraute. Seine beiden Schüsse (22. + 26.) von außerhalb des Strafraumes konnte Haas aber parieren. So war es kein Wunder das sich die Gäste immer mehr zutrauten und durch Jopek (12.) und Polter (12. + 19.) auch gute Einschußmöglichkeiten hatten. Die größte Möglichkeit vergab Union dann Sekunden vor dem Pausenpfiff. Jopek kam am Fünfmeterraum völlig unbedrängt an den Ball, beförderte das Leder jedoch um Zentimeter rechts am Tor vorbei. Über einen Rückstand zur Puase hätten sich die Auer nicht beschweren können.

Nach dem Seitenwechsel entwickelten die Gastgeber deutlich mehr Schwung und Zug zum gegnerischen Tor. Nach dem Führungstor durch einen platzierten Kopfball von Vucur (56.), nach einer Freistoßvorlage Kortzorg, wähnten sich die Veilchen schon im Siegshimmel. Das Spiel wurde mit dem Tor unterhaltsamer. Aber die Gäste waren deutlich aktiver. Männel verhinderte mit einer Klasse Fußparade gegen Quiring (69.) den Ausgleich. In dieser Phase hatte Aue die Schlüsselszene des Spiels. Einen schönen Konter über die rechte Seite leitet Novikovas sofort und direkt nach vorn in die Spize. Dort lauert Kortzorg. Doch er kann den springenden Ball nicht kontrollieren (75.). Der Versuch, das knappe Resultat über die Zeit zu retten, wurde vom Hauptstadtklub bestraft. Auch weil die Gastgeber den Berlinern einfach zu viele Ecken schenkte. Der eingewechselte Unioner Kreilach traf in der 77. und 86. Minute ins Auer Tor und drehte damit die Partie zugunsten der Gäste. Beim Ausgleich schaltete er nach einem Eckball, den Polter per Kopf verlängerte, am langen Pfosten am schnellsten und beim Siegtor behielt er alleine vor Männel die Nerven nachdem ihm Jopek im Gewühl den Ball durchsteckte. Bitter aus Auer Sicht, das beide Zuspiele zum Torschützen unglücklich von der Auer Abwehr abgefälscht wurde. Zwischen beiden Toren scheitert Kortzorg (81.) zudem noch mit einem harten Schuß, den Haas prallen lassen muß. In der Schlußphase holte Aue die Brechstange raus. Richtig zwingende Gelegenheiten blieben dennoch Mangelware. Novikovas ballerte aus vollem Lauf über den Kasten (88.). Danach zog sich Schröder einen Muskelfaserriss (89.) im rechten Oberschenkel zu und fällt vorerst aus. Aue muß in Unterzahl weiterspielen. In der Dreiminütigen Nachspielzeit stürmte man mit dem Mute der Verzweifelung, doch Schüsse von Vucur (90. + 1) und Kortzorg (90. + 2) wurden von der Berliner Abwehr geblockt. Sogar Torwart Männel stürmt wie schon in Karlsruhe in den gegnerischen Straufraum (90. + 3). Aufgrund der klaren Chancenvorteile war der Erfolg der "Eisernen" letztlich nicht unverdient. Keine Frage, die Auer gehen schweren Zeiten entgegen. (Burg)



Pressekonferenz in Aue. Norbert Düwel: "Wir haben uns in keiner Phase aufgegeben". Foto: Burg













Aue (Lila/Weiß/Lila): Männel - Klingbeil, Vucur, Fink, Müller - Novikovas, Schröder, Benatelli (88. Diring), Kortzorg - Könnecke (73. Luksik), Okoronkwo (83. Löning)

1. FC Union: Haas - Trimmel, Leistner, Puncec, Parensen (80. Schönheim) - Quiring, Zejnullahu (65. Skrzybski), Köhler (70. Kreilach), M. Thiel - Jopek, Polter

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: 9.100

Tore: 1-0 Vucur (56.), 1-1 Kreilach (77.), 1-2 Kreilach (86.)

Reservebank Aue: Kirschstein - Paulus, Hauck, Miatke

Gelbe Karten: Benatelli (50.), Schröder (80.) / Polter (41.), Köhler (55.), Kreilach (86.) Thiel (89.)

Spielstatistik
Torschüsse Geamt: 13 – 20
Schüsse aufs Tor: 5 – 6
abgeblockte Schüsse: 4 – 6
gehaltene Bälle: 4 - 4
Ecken: 6 – 6
Flanken inkl. Standards: 24 – 23
Ballbesitz: 56% - 44%
angekommene Pässe: 358 – 255
gewonnene Zweikämpfe: 106 – 95
Fouls: 19 – 24
Laufdistanz in Km: 116,53 – 119,04
Sprints: 190 - 197
Meisten Ballkontakte: Fink (84) – Leistner (77)

Zuschauer im Erzgebirgsstadion 2014/15
Sa. 9.8. - VfL Bochum............8.850
Sa. 30.8. - Düsseldorf.............7.700
Fr. 19.9. - St. Pauli..................9.400
Fr. 26.9. - VfR Aalen..............7.700
So. 19.10. - TSV 1860..........10.000
So. 9.11. - Braunschweig......10.050
Fr. 28.11. - 1.FC Union..........9.100
Fr. 12.12. - Heidenheim........18.30 Uhr
Mi. 17.12. - Nürnberg...........17.30 Uhr
Fr. 6.2. - RB Leipzig.............18.30 Uhr
20.-23.2. - Darmstadt
6.-9.3. - Ingolstadt
20.-23.3. - Fürth
10.-13.4. - Sandhausen
17.-20.4. - Frankfurt
2.-4.5. - Karlsruhe
So. 17.5. - Kaiserslautern......15.30 Uhr

Zuschauer Ø Heimbilanz im 10 Jahres Vergleich (nur Punktspiele)
2. Liga 2004/05 - 17 - 12.730
2. Liga 2005/06 - 17 - 11.417
2. Liga 2006/07 - 17 - 11.568
2. Liga 2007/08 - 17 - 10.606
3. Liga 2008/09 - 19 - 8.089
3. Liga 2009/10 - 19 - 8.963
2. Liga 2010/11 - 17 - 10.255
2. Liga 2011/12 - 17 - 9.384
2. Liga 2012/13 - 17 - 8.714
2. Liga 2013/14 - 17 - 9.405

Die drei besten Auer Zuschauer Heimbilanzen aller Zeiten

1. - 2. Bundesliga 2004/05 - 17 Spiele - Ø 12.730
2. - DDR Oberliga 1981/82 - 13 Spiele - Ø 12.538
3. - DDR Oberliga 1968/69 - 13 Spiele - Ø 12.385

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