Spielberichte
14. Spieltag, 23.11.2014

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Wildparkstadion Karlsruhe, Sonntag 23. November 2014
(Kick off 13.30 Uhr)


Aue verliert durch Elfmeter


Die Ankündigung vom Auer Trainer hier im badischen Karlsruhe unbedingt zu siegen, ging aus Auer Sicht voll nach hinten los oder anders ausgedrückt - von diesen Vorhaben war die Mannschaft am Sonntag-Nachmittag im Wildparkstadion meilenweit entfernt. Alleine die Ballkontrolle vom KSC war in der 1. Halbzeit beängstigend. War man in der Anfangsphase noch auf Augenhöhe mit dem Gegner, weil Aue auf Hennings' Großchance per Kopf (2.) die Männel aus Nahdistanz bravorös parrierte, Novikovas (4.) mit einem 16-Meter-Schuss antwortete. Auch hier mußte der Torwart schon sein Können unter Beweis stellen. Doch dies erwies sich als Strohfeuer für die Gäste, denn die Kauczinski-Schützlinge erarbeiteten sich nach einer knappen Viertelstunde ein klares Übergewicht. Der KSC präsentierte die bessere Spielanlage, war technisch überlegen, viel handlungsschneller und bestach durch frühe Balleroberungen. Gegen eingeschnürte Veilchen waren mehrere gute Chancen die logische Konsequenz: Torres
und Nazarov behinderten sich am Fünfereck gegenseitig (13.), ein Nazarov-Freistoß flog abgefälscht knapp drüber (19.), nach der folgenden Ecke rettete Novikovas bei Gordons Kopfball auf der Linie mit der Brust und Meffert nickte den Abpraller ans Außennetz (20.). Desweiteren prüfte Yabo (23.) Männel. Man mußte als Auer Fan schlimmes befürchten. Aues Trainer Stipic reagierte auf die Angriffswellen der Gastgeber mit einem Doppelwechsel. Für Schulz, bereits gelbverwarnt, kam Klingbeil, wenig später Luksik für He. Anier (26., 28.). Der KSC blieb weiter am Drücker, erneut rettete Novikovas bei Gordons Kopfballgeschoss auf der Linie (33.) ebenfalls per Kopf. Es grenzt hier schon an ein Wunder das es aus Auer Sicht noch 0-0 stand. Benatelli hätte den Spielverlauf aber beinahe auf den Kopf gestellt, als er den vorher nahezu beschäftigungslosen Orlishausen (41.) im KSC Kasten mit einem Flachschuß prüfte. In den Schlußminuten der Ersten Halbzeit fabrizierte Vucur (45.) fast
ein Eigentor und verhinderte bei einer Eingabe von Torres (45.) Ärgeres.

Im Zweiten Durchgang spielten die Gäste zwar etwas mutiger auch weil sie nun viel höher standen. Sogar Eckbälle holte man nun heraus. Ein schneller Konter (49.) über Klingbeil der mit einem feinen Diagonalpass Löning suchte machte Mut auf mehr. Doch der Auer Stürmer verfehlte den Ball. Die erste zwingende Möglichkeit hatten aber wieder Karlsruher, als Hennings Männel mit wuchtigem Fernschuss zu einer Flugparade zwang (51.). Den Angriff leitete Novikovas mit einem kapitalen Querpass an der Mittellinie ein. Ansonsten mangelte es den Hausherren nun bei allem Eifer an Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft. Sie probierten es fast nur noch aus der Distanz. Die Versuche von Nazarov (47., 52. und 65.) gingen drüber oder daneben. Männel hatte gegen Yabo (67.) keine Probleme. Vucur rettete bei einer Hereingabe von Torres (64.), sonst wäre der eingewechselte Micanski zur Stelle gewesen. Ansonsten suchte der KSC weiterhin vergeblich nach der Dominanz der ersten Halbzeit, blieb freilic h nimmermüde in seinen Offensivbemühungen. Und wurde schließlich doch belohnt, nach einer kniffligen Elfmeterentscheidung. Bei einer Torres-Flanke wurde Fink förmlich ¨abgeschossen¨, der sich seine Arme ja nicht sonstwohin stecken kann. Schiedsrichter Aarnink zeigte nach einem Zeichen seines Kollegen an der Linie danach auf den Punkt. Nazarov verwandelte platziert unten links (74.), Männel war in der richtigen Ecke kam aber nicht heran. Nach dem Rückstand versuchten die Veilchen in der Schlussphase alles, um wenigstens einen Punkt zu retten. Der Wille war da, keine Frage. Novikovas ballerte einen schönen Querpass von Kortzorg über den Kasten (77.). Alle anderen Versuche, wie ein nutzloses Dribbling von Kortzorg (83.) oder ein harmloser Hinterkopfball von Klingbeil (87.), prallten ohne echte Ausgleichschance an der Defensive des KSC ab. Micanski vergab einen einen höheren Sieg (90.). Der lief von Novikovas verfolgt auf Männel zu und scheiterte am besten Auer Spieler an di esen Tag beim Versuch ihn zu umspielen. Als die Gäste in der dreiminütigen Nachspielzeit dann noch einen Eckball bekamen, stürmte Männel mit in den gegnerischen Strafraum und wurde beim Schußversuch leicht behindert.
Der FCE wartet somit weiterhin auf den ersten Dreier in der Fremde. Seit nunmehr 14 Partien (5 Remis/9 Niederlagen) wartet man - saisonübergreifend betrachtet - bereits neun Monate auf einen Sieg. Am kommenden Freitag kommt Union Berlin nach Aue. Ein Richtungsweisendes Spiel. (Burg)


Pressekonferenz in Karlsruhe. Foto: Burg












Karlsruhe: Orlishausen - Valentini, Gulde (46. Mauersberger), Gordon, Kempe - Meffert, Yabo - Torres, Nazarov (81. Peitz), Yamada - Hennings (63. Micanski)

Aue (Grün/Grün/Grün): Männel - Müller, Vucur, Fink, Schulz (26. Klingbeil) - Kortzorg, Schröder, Benatelli, Novikovas - He. Anier (28. Luksik), Löning (77. Könnecke)

Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn)

Zuschauer: 12.064 (davon 420 Aue | Quelle: Ticketservice KSC)

Tore: 1-0 Nazarov (74./Handelfmeter)

Gelbe Karten: Yabo (55.) / Schulz (14.), Novikovas (18.), Benatelli (70.), Männel (74.)

Reservebank Aue: Kirschstein – Paulus, Schönfeld, Diring

Spielstatistik
Torschüsse gesamt: 20 – 13
Schüsse aufs Tor: 9 -3
gehaltene Schüsse: 3 – 6
Ecken: 10 – 4
Flanken und Standards: 28 – 8
Ballbesitz: 55% - 45%
Laufdistanz in Km: 121,54 – 121,40
Sprints: 198 – 201
Fehlpässe: 67 – 87
gewonnene Zweikämpfe: 78 – 85
Fouls: 13 – 17
Abseits: 2- 0
meisten Ballkontakte: Meffert (90) – Fink (80)

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