Spielberichte
21. Spieltag, 17.02.2014

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Sparkassen Erzgebirgsstadion Aue, Montag 17. Februar 2014
(Kick off 20.15 Uhr)


Aue schafft 100. Sieg in der 2. Bundesliga


Was konnte man im Vorfeld der Partie gegen den DFB-Pokalhalbfinalisten aus der Pfalz nicht alles lesen: Der FCK , die Mannschaft der Stunde – na und. Standardkönig der ruhenden Bälle wären sie, mit bisher 19 erzielten Toren – na und. Oder, Aue kassierte schon 20 Gegentoren in Halbzeit eins – na und. Nach dem Spiel am Montagabend konnte man all diese Wahrheiten oder nicht in die Tonne kloppen, denn: Die Wahrheit liegt immer noch auf dem Platz – basta. Mit dem schnellsten Saisontor in der laufenden Saison, nach 4:10 Minuten, holten sich die Auer Veilchen den Ersten Sieg im neuen Kalenderjahr der so sehnsüchtig herbeigesehnt wurde. Es war zugleich der 100. Sieg in ihrer Zweitliga Geschichte im 293. Spiel. Seit dem 16. Spieltag (1. Dezember 2013) wartete man förmlich darauf. Nun ist es endlich geschafft.
Das dieses Tor von Sylvestr schon der Endstand bedeuten sollte, war zu diesen Zeitpunkt nicht zu erahnen, aber spielte die Truppe von Falko Götz gleich in die Karten. Die Gäste bissen sich fortan die Zähne aus. Zwar spielten sie nach dem Rückstand ihre gefährlichen Kurzpässe, jedoch am oder im Strafraum der Auer war Schluß. Bei zwei gefährlich in den Strafraum geschlagene Freistöße von Matmour (19. und 33.) mußte man als Auer Anhänger schon mal durchatmen, aber das wars auch schon. Nickenig (23.) warf sich noch in einen Gewaltschuß von Alushi. Aue blieb im Ersten Durchgang hochkonzentriert und spielte mutig auf Konter im eigenen Haus. Schade das der quirlige Könnecke (8.) mit seinem Aufsetzer Kopfball zuviel wollte. Der Ball sprang über die Latte. Vorausgegangen war ein Angriff aus dem Lehrbuch. Klingbeil trieb den Ball mit langem Lauf in die gegnerische Hälfte, spielte Kocer den Ball in den Lauf, der mit einer Maßflanke auf den zweiten Pfosten Könnecke mustergültig bediente. Das die Gäste in der Ersten Hälfte nicht so richtig zum Zug kam, war auch ein Verdienst der beiden Mittelfeldaußen Könnecke und Kocer, die ein enormes Pensum nach hinten lieferten. So blieben die gefürchteten Vorstöße von Löwe und Dick über die Außenbahnen Mangelware oder fanden erst gar nicht statt. Kurz vor der Pause hatte Sylvestr zwei weitere gute bis sehr gute Möglichkeiten (43., 44.). Erst scheitert er mit einem Versuch Sippel im FCK Tor aus grosser Distanz zu überlupfen, was aber ebenso so wenig nicht gelang, wie die zweite Möglichkeit, als er nach einer Kopfballablage von Löning alleine auf Sippel zulief aber im letzten Moment den Ball selbst verstolperte. Schade. Trotzdem gab es Riesenapplaus vom eigenen Anhang beim Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Günter Perl.

Aus der Kabine kehren die Veilchen weiter konzentriert auf den Rasen zurück. Anfangs veruchen sie noch Nadelstiche zu setzen, verteidigen hoch und zwingen die Gäste zu Fouls. Doch von Minute zu Minute verlagern die Gäste das Spiel immer mehr in die Auer Hälfte. Als Männel eine Direktversuch von Ede (55.) abwehren kann, war dies das Startsignal zu einem einzigen Sturmlauf der Roten Teufel auf ein Auer Tor, indem an diesen Abend aber ein bärenstarker Martin Männel stand. Der Auer Keeper, der just am Vormittag dieses Abendspiels seinen Vertrag bis 2016 verlängerte, wuchs über sich hinaus. Schüsse von Idrissou (65.), Löwe (70.) oder Ede (70.) wehrt er im grossen Stil ab. Wenn er dann doch mal geschlagen ist, helfen Miatke (67.) auf der Linie oder Löning (66.) mit dem Kopf aus. Zu diesen Zeitpunkt war es eine reine Abwehrschlacht. Eroberte Bälle gingen meist schnell verloren. Trainer Götz muss verletzungsbedingt Nickenig (Schlag auf dem Kehlkopf) für Schröder tauschen und bringt mit Luksik und Diring zwei weitere Defensiv Spieler. Gästetrainer Runjaic macht das Gegenteil und bringt nur Spieler für die Offensive. Matmour (85.) und Occéan (87.) mit zwei Gelegenheiten, halten die Spannung oben. Aue kann sich in der turbulenten Schlußphase ein paar Mal befreien und stand gleich zweimal ganz knapp vor dem zweiten Tor. Luksik (90.) versucht es mit einem Heber in Richtung leeres FCK Tor. Der zurückgeeilte Torrejón kratzt den Ball im letzten Moment noch von der Linie. In der vierminütigen Nachspielzeit läuft Diring alleine auf Sippel zu, dem aber der Mut eines Torschusses fehlt und nur ein Alibipass auf Kocer spielt. Keine Frage, das muß noch mehr geübt werden. Ein Spieler der Angst vor einem Torschuss hat – geht doch gar nicht. Egal, wenig später pfeifft Schieri Perl das Spiel pünktlich ab und das Lößnitztal versinkt im Jubel. (Burg)

Trainerstimmen:
Kosta Runjaic (1. FCK): "Wenn man so schnell in Rückstand gerät, muß man sich nicht wundern wenn man dann gegen eine Wand läuft. Aue stellte uns dann sehr gut zu. Ab der 60. Minute konnten wir noch mehr Druck aufbauen, hatten auch sehr gute Möglichkeiten, aber ein überragener Auer Torhüter hat für seine Mannschaft das Spiel gewonnen."

Falko Götz (Aue): "Uns hat der schnelle Vorsprung in die Karten gespielt. Denn ab da hatten wir was zu verteidigen. Wir zeigten heute sehr sehr viel Disziplin und wußten aber das Lautern nach der Pause den Druck erhöhen wird. Martin Männel hat dann mehrmals glänzend reagiert. Die Fans haben uns sensationell unterstützt, weil wir heute auch das gezeigt haben, was sie von uns sehen wollen."


Pressekonferenz nach dem Spiel. Foto: Burg












Aue (lila/weiß/lila): Männel – Klingbeil, Nickenig (63. Schröder), Paulus, Miatke – Kocer, Fink, Benatelli, Könnecke (68. Luksik) – Sylvestr (72. Diring), Löning

Kaiserslautern: Sippel – Dick, Simunek, Torrejon, Löwe - Alushi (46. Lakic), Karl (84. Orban) – Matmour, Ede (80. Occéan), Jenssen - Idrissou

Schiedsrichter: Günter Perl (Pullach)

Zuschauer: 8.600

Tore: 1-0 Sylvestr (5.)

Gelbe Karten: Diring (86.) / Jenssen (17.), Alushi (29.), Matmour (88.)

Reservebank Aue: Kirschstein – Novikovas, König, Janjic

Spielstatistik
Torschüsse: 7 – 16
Laufdistanz in Km: 123,17 – 121,01
Sprints: 207 – 186
Ballbesitz: 38% - 62%
Angek. Pässe: 52% - 79%
Fehlpässe: 48% - 21%
Gewonn. Zweikämpfe: 48% - 53%
Ecken: 0 – 3
Abseits: 3 – 1
Fouls: 17 - 22

Direkter Vergleich - alle Spiele
FC Erzgebirge Aue - 1. FC Kaiserslautern
Saison
2006/07 - 2. Bundesliga.. 15.10.2006... 0-4... A... 32.053
2006/07 - 2. Bundesliga.. 02.03.2007... 1-0... H... 14.100
2007/08 - 2. Bundesliga.. 28.10.2007... 0-2... A... 21.040
2007/08 - 2. Bundesliga.. 11.04.2008... 0-0... H... 12.700
2012/13 - 2. Bundesliga.. 05.11.2012... 1-4... A... 23.372
2012/13 - 2. Bundesliga.. 15.04.2013... 1-1... H... 8.300
2013/14 - 2. Bundesliga.. 17.08.2013... 1-2... A... 25.565
2013/14 - 2. Bundesliga.. 17.02.2014... 1-0... H... 8.600

Zuschauer im Erzgebirgsstadion 2013/14
Sa. 27.7. - Sandhausen.................8.200
So. 11.8. - Aalen..........................8.750
Fr. 23.8. - Cottbus.......................9.550
Fr. 13.9. - Bielefeld.....................8.350
Fr. 27.9. - Karlsruhe.....................7.050
Sa. 19.10. - Bochum.....................8.100
Sa. 2.11. - SpVgg Gr. Fürth.........8.750
So. 24.11. - Düsseldorf.................8.300
Fr. 6.12. - St. Pauli.....................8.700
So. 15.12. - Ingolstadt...................7.200
Mo. 18.2. - Kaiserslautern................8.600
Sa. 1.3. - 1.FC Köln
Sa. 15.3. - TSV 1860 München
Mi. 26.3. - FSV Frankfurt
04.-7.4. - 1.FC Union Berlin
18.-21.4. - Dynamo Dresden
So. 4.5. - SC Paderborn.................13.30 Uhr
Ø aktuell Heimspiele | Stand 15. Dezember 2013 = 8.295

Zuschauer Ø Heimbilanz im 10 Jahres Vergleich (nur Punktspiele)
2. Liga 2003/04 - 17 - 11.088
2. Liga 2004/05 - 17 - 12.730
2. Liga 2005/06 - 17 - 11.417
2. Liga 2006/07 - 17 - 11.568
2. Liga 2007/08 - 17 - 10.606
3. Liga 2008/09 - 19 - 8.089
3. Liga 2009/10 - 19 - 8.963
2. Liga 2010/11 - 17 - 10.255
2. Liga 2011/12 - 17 - 9.384
2. Liga 2012/13 - 17 - 8.714


Die drei besten Auer Zuschauer Heimbilanzen aller Zeiten
1. - 2. Bundesliga 2004/05 - 17 Spiele - Ø 12.730
2. - DDR Oberliga 1981/82 - 13 Spiele - Ø 12.538
3. - DDR Oberliga 1968/69 - 13 Spiele - Ø 12.385

Wokos Einwürfe http://www.erzgebirge.tv/wokos-sportkolumne/888-betzebuben-im-fegefeuer

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