Spielberichte
22. Spieltag, 15.02.2013

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Benteler-Arena, Freitag 15. Februar 2013
(Kick off 18.00 Uhr)


Aue bleibt im Jahr 2013 weiter ohne Punkte


Weiter ohne jeglichen Punkt im neuen Kalenderjahr 2013 bleibt der FC Erzgebirge Aue. Bittere historsche Erkenntnis: Noch nie startete eine Auer Mannschaft mit drei Niederlagen am Stück in ein neues Kalenderjahr. Auch beim Tabellennachbarn SC Paderborn konnten sie den punktlosen Bock nicht umstoßen. Zweite bittere Erkenntnis am Rande: Die vier letzten Spiele gegen Paderborn gingen alle verloren - bei 0-6 Toren. Nach diesen Spiel kann es einfach nur heißen: schlimmer geht es kaum noch. Wie schon in den beiden Spielen zuvor in Köln und gegen den FSV Frankfurt kamen die Gäste überhaupt nicht ins Spiel. Zur Recht kritisierte Aues Trainer Baumann „das wir die erste Halbzeit einfach herschenkten“. Es fehlte eigentlich an allen, wie Entschlossenheit, Zweikampfwille, Siegeswille usw. Aues Torwart Männel, noch bester Mann in den Reihen der ganz in weiß spielenden Gäste, verhinderte schon im ersten Durchgang schlimmeres. Schauten sich die Gastgeber erst das Treiben von Erzgebirge Aue in der 20 minüten Abtastphase geduldig an, so wußten sie danach wie sie die Gäste zu bespielen hatten. Einzig Aues Torwart Männel zeigte danach Gegenwehr in den Reihen der Veilchen. Beim platzierten Schuß von Demme (22.) zeigte er ebenso ein gute Parade wie auch beim Zweikampf Nickenig gegen Kachunga (24.) von dem der Abpraller sicher den Weg ins Tor gefunden hätte.
Die Entstehung der beiden Gegentore passte dann auch in so einer Phase wie die Faust aufs Auge. Beim ersten Tor musste man noch froh sein das Männel einen Freistoß von Meha überhaupt abwehren konnte, so tückisch war der geschlagen. Ihm zu unterstellen, das war ein Torwartfehler, weil der Ball dann sehr unglücklich genau auf den Oberschenkel des gegnerischen Spielers Feisthammel springt, von wo er dann ins Tor rollt, ist dem eigenen Torwart gegenüber nicht fair. In dieser Szene kann man nur die Abwehr rügen, weil sie nicht nachsetzte und wie angewurzelt stehen blieb. Die Paderborner, die in ihrer heimischen Arena eigentlich erst neun Punkte angesammelt hatten, waren jetzt endgültig drin im Spiel und Aue eigentlich nicht mehr auf dem Platz. Offensiv ging nun gar nichts mehr. Enttäuschend Stürmer Sylvestr, der kaum einen Ball festmachen konnte geschweige denn einen Zweikampf gewinnen konnte. Beim 20 Meter Schuß von Brückner (38.) ist Männel auf dem Posten. Doch die Spielentscheidung nahte in Form eines Elfmeter der Marke „kann-man-geben“. Paulus umklammert Saglik (38.) im Strafraum und der nahm dankend als er sich nach hinten in Paulus rein fallen läßt. Meha läßt sich die Chance nicht entgehen und schiebt unten links ein, weil sich Männel für die rechte Ecke entscheiden hatte. So ist das eben in Spielen indem gar nichts passt aus Sicht der verlierenden Mannschaft.

Blick in die Benteler Arena. Foto: Burg

Der 0-2 Pausenrückstand aus Auer Sicht ging dann auch soweit in Ordnung, weil die Hausherren einfach mehr Willen und Entschlossenheit an den Tag oder dem Abend legten. Nach dem Seitenwechsel versuchte man bei den Gästen ein bißchen mehr Torgefahr zu entwickeln, „aber uns fehlte dann auch das Quentchen Glück und auch die Überzeugung“, sinierte ein Grippe-geplagter Auer-Coach Baumann nach dem Spiel. Ein Schuß von Sylvestr (48.) landete in die Arme vom SCP-Keeper Lück und ein Kopfball von Klingbeil (56.) tänzelte oben aufs gegnerische Tornetz. Paderborn hatte wenig Mühe die Führung zu verwalten. Wenn sie dann doch mal vor dem Gästetor auftauchten, lag das dritte Tor immer in der Luft, wie die beiden Szenen vom wuseligen Saglik (48. und 56.) bewiesen. Die Partie verflachte immer mehr. Einzig Schiedsrichter Christian Dietz (aus Kronach) sorgte für etwas Abwechslung, weil er nach 62 Minuten Nickenig die gelb-rote Karte unter der Nase hielt obwohl der vorher noch nicht verwarnt gewesen war. Er korrigierte umgehend seine Entscheidung und belies es bei Gelb. In den letzten 14 Minuten bäumten sich die Gäste dann noch einmal auf. Grund war die Einwechslung von König (für Sylvestr), der kaum im Spiel binnen Sekunden zwei Szenen hatte. In der ersten bediente er Kastrati, der mit einem Drehschuss an Lück scheiterte und in der zweiten köpfte er eine Flanke von Kastrati in die Arme von Lück. König sorgte in der 78. Minute für die Gefährlichkeit vor dem Paderborner Kasten, die zuvor kaum vorhanden war. In der Endphase sorgte wiederum König, für etwas Hoffnung bei den gut 200 mitgreisten Schlachtenbummler. Doch wiederum blieb Torwart Lück Sieger beim Kopfball (80.). Und bei Kastratis Hereingabe schlug er über den Ball (90. +2). Das kommende Heimspiel gegen Aufsteiger VfR Aalen wird zum „Wahrsager“. Aues Kapitän René Klingbeil drückte es nach dem Spiel noch drastischer aus: „Einfach den Arsch zusammenbeißen“. (Burg)

Pressekonferenz in Paderborn. Foto: Burg












Trainerstimmen:
Karsten Baumann (Aue): "Wir sind schon wie in den zwei Spielen zuvor sind wir nicht gut in die Partie rein gekommen. Von den Vorgaben wurden heute weinig umgesetzt. Wir wollten aggressiv und schnell nach vorne spielen, davon haben wir nichts umgesetzt. In der zweiten Halbzeit hatten wir ein wenig mehr versucht und hatten zwar einige gute Kopfball-Chancen nach Standardsituationen, aber vielleicht fehlte der Mannschaft heute das Quentchen Glück und auch einfach die Überzeugung."

Stephan Schmidt (Paderborn): "Meine Mannschaft hat jetzt eine andere Mentalität. Wir sind nach der Kritik der letzten Wochen noch weiter zusammengerückt. Wichtig war das wir Wille und Entschlopssenheit an den Tag legten. Aue war der erwartet schwere Gegner, vor allem im physischen Bereich, aber wir konnten uns heute endlich mit drei Punkten belohnen."

Paderborn: Lück – Demme, Bertels, Feisthammel, Ziegler – Krösche, Vrancic – Meha, Brückner (89. Naki) – Kachunga (82. Palionis), Saglik (74. Yilmaz)

Aue: Männel – Schröder, Paulus, Nickenig, Klingbeil – Pezzoni, Fink – Hochscheidt, F. Müller (64. Kocer) – Sylvestr (78. König), Kastrati

Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach)

Zuschauer: ca. 5.617 (davon 210 Auer|Quelle: SCP)

Tore: 1-0 Feisthammel ( 28.), 2-0 Meha (40./Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Bertels (70.) / Paulus (39.), Klingbeil (40.), Fink (44.), Hochscheidt (50.), Nickenig (62.), Männel (75.),

Reserve Aue: Flauder – Könnecke, Hensel, Höfler

Spielstatistik:
Schüsse Geamt: 19 – 8
Schüsse aufs Tor: 7 – 4
abgeblockte Schüsse: 4 – 0
Ecken: 3 – 3
Flanken: 21 – 21
Ballbesitz in %: 54 – 46
Pässe gelungen: 70% - 72%
Fouls: 19 – 26
Abseits: 4 – 3
Meisten Ballkontakte: Demme (83) – Nickenig (68)

mitgereiste Auer Schlachtenbummler 2012/13


Fr. 10.8. - Energie Cottbus | 750
So.2.9. - FSV Frankfurt | 430
Fr. 21.9. - VfR Aalen | 400
So. 30.9. - Dynamo Dresden | 2.100
Mo. 22.10. - TSV 1860 München | 950
Di. 30.10. - FSV Mainz (Pokal) | 1.000
Mo. 5.11. - 1.FC Kaiserslautern | 190
So. 18.11. - MSV Duisburg | 300
Mi. 28.11. - FC Ingolstadt | 500
So. 9.12. - FC St. Pauli | 750
Sa. 2.2. - 1.FC Köln | 1.250
Fr. 15.2. - SC Paderborn | 210
Fr. 1.3. - 1.FC Union
So.17.3. - Regensburg
5.-8.4. - VfL Bochum
19.-22.4. - Braunschweig
3.-6.5. - Hertha BSC
So. 19.5. - SV Sandhausen