Spielberichte
16. Spieltag, 25.11.2011

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Sparkassen Erzgebirgsstadion Aue, Freitag 25. November 2011
(Kick off 18.00 Uhr)


Bittere Niederlage in der Nachspielzeit



Tragischer Pechvogel des Heimspiels gegen den MSV Duisburg: Martin Männel. Foto: Burg
Aues Kapitän René Klingbeil kommentierte unmittelbar nach dem Ende der nun schon dritten Heimniederlage für die Auer in der laufenden Saison: „So brutal kann der Fußball sein. Letzte Woche haben wir in 91. Minute gewonnen heute in der 91. Minute verloren“. So wie Klingbeil, dachten sicherlich die meisten der nur 7.300 Zuschauer (Minusrekord!) an diesen Freitag-Abend. Torwart Martin Männel unterlief in der Nachspielzeit ein folgenschwerer Fehler, als er bei einem Zuspiel vom Duisburger Jula auf Exslager aus seinen Straufraum eilte und mit dem Fuß klären mußte und wollte. Aber der Ball tippte just in dem Moment noch einmal auf, als er diesen schlagen wollte, Exslager sagte Danke und schob die Kugel ins leere Auer Tor zum 1-2 Endstand. Das Remis wäre aus Auer Sicht sicherlich etwas glücklich gewesen, denn sechs Minuten zuvor verhinderte der Auer Keeper noch mit einem Klasse Reflex gegen den Duisburger Exslager den Gegentreffer.
Die Gäste aus dem Ruhrpott überraschten vom Anpfiff weg mit ihrer schnellen Spielweise. Julas Kopfball (2.) aus sieben Metern, nach einer Brosinski Flanke, ging knapp über den Auer Kasten und nur zwei Minuten später lag der Ball gar im Netz von Martin Männel. Soares hatte einen Wolze-Freistoß mit der Fußspitze ins Tor getippt, doch der Treffer wurde aufgrund eines Offensivfouls des Duisburger-Innenverteidigers an Schlitte zu Recht nicht gegeben.
Nach diesen beiden Aufregern fanden die Veilchen besser zu ihrem Spiel und fanden den Schwung aus den Dresdner-Spiel wieder. Der wieder sehr agile Hochscheidt(7.) prüfte aus der Distanz den MSV-Torwart Wiedwald. Gerade als Aue die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen schien, schlug der MSV eiskalt zu: Jula hebelte mit einem schönen Pass auf die linke Seite die Auer Abwehrkette aus und Domovchiyski bediente den in der Mitte mitgelaufenden Brosinski zentimetergenau. Er war eher am Ball als Männel der einen Tick zu spät kam. Die Platzherren reagierten von diesem Rückschlag nach 14 Spielminuten fast unbeeindruckt und schnürten die Gäste vor deren eigenen Tor ein. Bei Freistößen von Mittelfeldmotor Kempe vefehlten Klingbeil (16.) und Schlitte (17.) das MSV-Tor. Nach dem bis dato schönstem Angriff über Kocer und Hochscheidt scheiterte König (19.) per Kopf am linken Duisburger Pfosten. Kurz darauf zwang König mit einem Aufsetzer Kopfball nach Eckball von Hochscheidt Wiedwald zu einer Glanzparade, doch der Torwart ließ den Ball genau vor die Füße von Höfler prallen, der zum 1-1 abstauben konnte (21.). Es war zugleich das erste Saisontor für die Leihgabe vom SC Freiburg. Nach etwa einer halben Stunde ließ der Auer Druck nach. Der MSV blieb immer gefährlich. Glück hatten die Auer in der 30. Minute als in einer Elfmeterwürdigen Szene Schlitte Brosinski zu Fall brachte. Domovchiyski (37.) mit dem Kopf und Gjasula (41.) hatten weitere gute Chancen. Aue kam Sekunden vor dem Pausenpfiff nach einer kombination über König und Kocer noch zu einer Schußchance von Hochscheidt.
Im zweiten Durchgang verflachte die Partie immer mehr. Strafraumszenen auf beiden Seiten waren Seltenheit. Ein Kocer Drehschuß (53.) von der Strafraumgrenze war alles was Aue Offensiv zu bieten hatte. Erst der eingewechselte Exslager auf Duisburger Seite durchbrach den Bann und hauchte dem Spiel mit einem 17 Meter Schuss wieder Leben ein(63.). Fortan erspielten sich die Gäste leichte Feldvorteile und kamen durch Gjasula (69.) und Exslager (73.) zu weiteren guten Möglichkeiten. Der FCE brauchte bis zur 74. Minute, ehe der eingewechselte Kern per Kopf, eine wenn auch nur halbe Möglichkeit, besaß. Unübersehbar war der größere Siegwillen bei den Gästen, der dann auch in der Nachspielzeit belohnt wurde.


Aue: Männel – Schlitte, Klingbeil, Paulus, Müller – Schröder, Höfler – Kocer (89. Cappek), Kempe (69. Kern ), Hochscheidt – König

Duisburg: Wiedwald – B.Kern, Bollmann, Bruno Soares, Wolze (62. Exslager) – Pliatsikas, Sukalo (83. Pamic) – Brosinski, Gjasula, Domovchiyski (70. Hoffmann) - Jula

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: 7.300

Tore: 0-1 Brosinski (14.), 1-1 Höfler (21.), 1-2 Exslager (90. + 1)

Gelbe Karten: Klingbeil (40.), Schlitte (51.), Kern (90. + 2) – Soares (20.), Domovchiyski (64.), Sukalo (64.), Hoffmann (88.), Exslager (90. +1)

Statistik:
Schüsse gesamt: 17 – 16
Ecken: 4 – 6
Flanken: 30 – 17
Ballbesitz: 51% - 49%
Fouls: 16 – 24
Abseits: 2 – 2
Meisten: Ballkontakte:
Müller (71) – Kern (83)

Zuschauer im Erzgebirgsstadion 2011/12

Sa.16.7. - Aachen | 9.500
So.07.8. - Karlsruhe | 10.000
Mo.29.8. - Cottbus | 9.400
Fr.16.9. - Düsseldorf | 11.100*
Fr.30.9. - Rostock | 10.000
So.23.10. - Union Berlin | 10.100
Mi. 26.10. - Nürnberg (Pokal) | 13.000
Mo. 07.11 - Eintracht Frankfurt | 8.600
Fr. 25.11. - MSV Duisburg | 7.300
Fr. 18.12. -Ingolstadt |
Fr. 10.2. - 1860 München |
17.2.-20.02. - Braunschweig |
02.03.-05.03. - FSV Frankfurt |
16.03.-19.03. - St. Pauli |
30.03.-02.04. - SpVgg Fürth |
10.04-11.04. - SC Paderborn |
20.04.-23.04. - Dynamo Dresden |
06.05. - VfL Bochum |


Pressekonferenz in Aue. MSV-Trainer Oliver Reck (links) bestritt als Torwart insgesamt 471 Spiele in der 1. Bundesliga. Foto: Burg