2016 Februar - Tagebuch Stadionumbau Aue 2015-17

5.KW (Februar) 2016 – Der Erzgebirgskreis muss Fördermittel zurückzahlen. Für Sanierungsarbeiten am Erzgebirgsstadion in Aue in den Jahren 2009/10 im Gesamtwert von knapp 2,2 Millionen Euro hatte der Landkreis von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von 1.758.600 Euro bewilligt bekommen. Allerdings wurde das Geld mit einer Zweckbindungsfrist von 25 Jahren ausgereicht. Vier Sanierungsteilobjekte wurden von dem Geld damals realisiert: die Haupttreppe Auer Eingang, das Dach der Haupttribüne, die Errichtung einer Toilettenanlage auf der Gegengerade und die Überdachung der Südtribüne (Gegengeraden). Über die Umbaumaßnahmen, die derzeit laufen, wurde die SAB im Vorfeld informiert. Mit den Abbrucharbeiten an der Westseite wurde das Dach der Haupttribüne zu etwa 20 Prozent abgerissen. Damit hatte das Dach jedoch nur 59 der 300 Zweckbindungsmonate komplett Bestand. Aufgrund dessen hat die SAB jetzt einen Teil-Rückforderungsbescheid in Höhe von 63.273,11 Euro erlassen. Die Zahlung sei umgehend erfolgt, heißt es aus dem Landratsamt.

06.02.2016 - Ein Bohr-Kran war in der 5.KW im Erzgebirgsstadion in Aue im Einsatz gewesen. Um den Baugrund im Baufeld der neuen Westtribüne zu verbessern, wurde ein sogenanntes Rüttelstopfverfahren angewendet. Dieses Verfahren ist auch für die Verbesserung von grobkörnigen Anschüttungen aus Bauschutt, Schlacke oder Abraum geeignet. Dabei wird der vorhandene Baugrund verdrängt und zugleich seitlich verdichtet. In den Hohlraum kommt ein Schottergemisch, das ebenfalls verdichtet wird. So entstehen unter den künftigen Fundamenten Schottertragsäulen, heißt es aus dem Landratsamt. Innerhalb von vier Tagen war der Boden mit diesen Verfahren gefestigt. Als nächstes konnten im Baufeld Leitungen für Regenwasser, Trinkwasser und Abwasser verlegt werden.

14.02.2016 - Zweites Heimspiel im neuen Jahr 2016. Aue empfängt

14.02.2016 - Heimspiel gegen Würzburg. Freie Sicht aufs Baufeld. Foto: Burg
die Würzburger Kickers. Die Sicht auf das Areal ist frei, weil Bäume und Sträucher links und rechts von der grossen Stadiontreppe im Bereich der aktuellen Bauarbeiten entfernt wurden.

20.02.2016 - Die Abbruchfirma Röckert verlegte die Regenwasser-, Abwasser- und Trinkwasserleitungen im Baufeld. Außerdem wurden im Bereich der ehemaligen Anzeigetafel weitere Spezialarbeiten ausgeführt. Um Baufreiheit in der Süd-West Ecke (der Bereich des alten Stehplatz Blockes B) zu erhalten, musste die Böschung entsprechend steil gestaltet werden. Um ein Abrutschen der Erdmassen zu vermeiden, wurde dieser Hangbereich mit Spritzbeton und Erdankern gesichert. Da für die zwei

Hangsicherung aus Spritzbeton von der Bergsicherung Schneeberg. Foto: Röckert hergestellt.
zukünftigen Stützenfundamente in diesem Bereich Zuganker benötigt werden (weil sonst die Fundamentabmessungen außerordentlich groß würden), wurde das Gerät für die Erdankerbohrung gleich mit für die Herstellung der Zuganker genutzt. Somit erübrigt sich für dieses Gerät eine erneute Anfahrt. Aufgrund technischer Bestimmungen sind ein Teil der Erd- und Zuganker einer entsprechenden Probebelastung/Prüfung zu unterziehen. Beim Unterbau der ehemaligen Anzeigetafel wurde die Dachabdeckung komplettiert. Der Unterbau bleibt bestehen und wird neben seiner Funktion als Unterverteilung für den Flutlichtmast 1 (Süd-West-Ecke) zukünftig als Büro der Bauleitung genutzt.

27.02.2016 - Die Tiefbauarbeiten im Erzgebirgsstadion in Aue sind auch in der 8.KW weiter gut vorangekommen - trotz schwieriger

28.02.2016 - Aue gegen Erfurt. Foto: Burg
Witterung mit Wasser und Schlamm. Laut Bauleiter Thomas Kohl von der Phase10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH sind die Hauptstränge für Schmutzwasser und Regenwasser im Boden. Im ersten Bauabschnitt wurden rund 200 Meter Rohre verlegt. Die Bergsicherung Schneeberg hat unter anderem im Hangbereich Zuganker für die Gründung errichtet. Notwendig ist das für die Stützen des späteren Stadiondaches. Eingebracht sind zwei Fundamente mit jeweils vier Ankern.

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