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ANFAHRT UND INFOS ZUM AUSWÄRTSSPIEL IN BOCHUM

In der Rangliste deutscher Fußballstadien steht das Bochumer Stadion mit einer Zuschauerkapazität von 27.599 überdachten Plätzen (15.574 Sitzplätze und 12.025 Stehplätze) auf Platz 34. Der VfL und

Das Bochumer Stadion aus der Luft aus Richtung Westen. Das Stadion liegt an der Castroper Straße nahe der Bochumer Innenstadt, wo der VfL und seine Vorgängervereine bereits seit 1911 Fußball spielen.
Foto: novosights.com
seine Vorgängervereine spielen an diesem Ort bereits seit 1911 Fußball. Die Bochumer verfügen damit über eine der traditionsreichsten Wettkampfstätten im deutschen Profifußball. Das Stadion liegt an der Castroper Straße im Nordosten der Innenstadt. Benannt ist es seit Juli 2016 nach dem deutschen Wohnungsunternehmen Vonovia SE mit Sitz in Bochum und der am südlichen Stadtrand fließenden Ruhr, einem Nebenfluss des Rheins. Und damit hat der VfL mehr Stadion-Tradition zu bieten, als die beiden grossen Nachbar-Rivalen Schalke und Dortmund. Ein Stadion mitten im Wohngebiet und nah zur City. Zu den früheren Stadionnamen „Ruhrstadion“ kam es zu Saisonbeginn 1972/73. Davor hieß es noch schlicht: „Stadion an der Castroper Strasse“. Die Umbennung entpuppte sich in Wahrheit als trickreiche List der Stadt Bochum gegenüber einem Konkurrenten. So hatte eigentlich Nachbar Gelsenkirchen den symbolträchtigen Namen „Ruhrstadion“ für seine neue Arena eingeplant, die er zu der damaligen Zeit für die Fußball WM 1974 auf dem Berger Feld errichten ließ. Im Rathaus der Nachbarstadt hatte man jedoch offentsichtlich vergessen, sich den Stadion Wunschnamen rechtzeitig schützen zu lassen. So griff nun Bochum kurzerhand auf den Namen zu, während die Stadt Gelsenkirchen sein Bauprojekt notgedrungen unter den Namen „Parkstadion“ fortsetzen musste.


Das Ruhrstadion in seiner heutigen Form wurde zwischen März 1976 und Juli 1979 erbaut und am 21. Juli 1979 mit einem Spiel gegen den Ortsrivalen SG Wattenscheid 09 (3-0) eingeweiht. Ein sachlich und nüchterndes Stadion war entstanden, das trotzdem damals eine Sensation war. Die Bauweise war

Innenansicht aus Ecke Nord/West beim Spiel VfL vs. Aue 0-3 im April 2013. Foto: Burg
einfach: Auf die 38 charakteristischen Betonbügel wurden unten Betonstreben für die Steh- und Sitzplätze gelegt, oben wurde an ihnen das Dach befestigt. Stadien ohne Laufbahn, die auch noch komplett überdacht waren, gab es damals nur wenige. Nicht nur die heimischen VfL Anhänger lieben bis heute die Atmosphäre, weil man so nah dran. Bis heute gehört Bochum für viele Anhänger zu den populärsten Auswärtszielen. Die guten Dinge sind oft ziemlich einfach.

Seit Beginn der Saison 2006/07 trug das ehemalige Ruhrstadion den Namen von Rewirpower, einer Tochter der Stadtwerke Bochum und anderer Energieversorger. Der Vertrag zwischen Verein und Unternehmen lief über fünf Jahre und wurde 2011 bis 2016 verlängert. Wie in vielen anderen Fällen auch wurde die Umbenennung von dem Großteil der Bochumer Fanszene kritisiert. Nachdem der Sponsoringvertrag von Rewirpower nicht verlängert wurde und zum 30. Juni 2016 auslief, trug die Spielstätte ab 1. Juli 2016 für wenige Tage den schlichten Namen Stadion Bochum. Es war zunächst nicht gelungen, einen neuen Namensgeber zu finden.
Am 7. Juli 2016 gab der VfL Bochum auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vonovia und der Stadt Bochum bekannt, dass das Stadion zukünftig den Namen des Wohnungsunternehmens Vonovia in Verbindung mit dem traditionsreichen und bei den Fans beliebten Namen Ruhrstadion tragen wird. Der Vertrag hat zunächst eine Laufzeit von fünf Jahren. Am 26. August 2016 wurde die Nordwestseite des Stadions als erste der vier Ecken mit dem neuen Namensschriftzug versehen.

Die ursprüngliche Kapazität des Stadions betrug 49.522 Zuschauerplätze (1979), davon waren 38.000 reine Stehplätze! Diese Kapazität wurde jedoch im Laufe der Zeit durch zahlreiche Umbauten schrittweiser verringert. So wurde vor der Saison 1997/98 die Westtribüne (linker Hand vom Gästeblock), die ursprünglich eine reine

Das alte Stadion an der Castroper Strasse im Jahr 1972. Nur die Flutlichtmasten sind aus dieser Zeit noch erhalten. Foto: Lohoff/Dengler
Stehplatztribüne mit 19.000 Plätzen war, zu einer Sitzplatztribüne umgebaut. Am 30. September 2004 – beim UEFA-Cup Spiel gegen Standard Lüttich – wurde die Ostkurve, der Fanblock der VfL-Anhänger, mit Sitzplätzen bestückt, welche allerdings für den normalen Ligabetrieb wieder entfernt wurden.

Anfahrt
Die Standard-Strecke ins Ruhrgebiet über Eisenach, Kassel und Dortmund müsste jedem FCE-Vielfahrer geläufig sein. Auf der A4 bis zum Hermsdorfer-Kreuz und dann weiter auf dieser über Erfurt und Eisenach bis zum Kirchheimer Dreieck fahren. Hier traditionell in Richtung Dortmund/Kassel auf die A7 abbiegen, um sich dann ca. 70 km weiter am Dreieck Kassel-Süd auf die A44 (Richtung Dortmund) einzuordnen. Bis hierher (Kassel-Süd) kann man auch alternativ über die A72 (Leipzig), A38 und A7 fahren. Weitere 150 km später ist am Kreuz Dortmund/Unna das Ruhrgebiet erreicht. Ab hier nun weiter auf der A44 Richtung Dortmund bleiben. Einige Kilometer später wird die A44 zur B1. Die Durchfahrt auf der B1 innerhalb von Dortmund beträgt ca. 13 km. Achtung - Blitzer „Starkästen“ lauern. Nach Dortmund wird die B1 zur A40 und man bleibt auf dieser bis zur Ausfahrt Bochum-Stadion (ist die 2. Abfahrt nach dem Bochumer-Kreuz). Hier jetzt abfahren (auf den Stadionring) und gleich an der 1. Ampel geht’s links zur ersten (kostenpflichtigen) stadionnahen Parkmöglichkeit ins Parkhaus der „Starlight-Halle“. Ist ausgeschildert. Das Parkhaus steht exklusiv für Gästefans zur Verfügung steht. Die Parkkosten für Pkw betragen 5 Euro. Grosse Fan-Busse können auf dem Parkplatz neben dem Parkhaus parken. Die Gebühren hierfür betragen 10 Euro. Bei Spielen mit vielen Zuschauern ist hier aber schon mal mit langem Wartezeiten beim Rauskommen zu rechnen. Das gleiche erwartet einem im benachbarten Parkhaus „Congress-Center“.

Das Stadion mit seinem markanten Flutlichtmasten ist nach der Autobahnabfahrt linker Hand auszumachen. Normale Parkplätze findet man, indem man auf dem Stadionring über dem Kreisverkehr hinweg (auch hier findet man rechts in der

Blick auf den Gästeeingang in Bochum von der Castroper Strasse aus. Foto: extraschicht.de
Küppersstrasse alternative Möglichkeiten zum Parken, bei etwas Glück...) geradeaus in Richtung Zentrum bis zum Kreuzungsbereich Stadionring/Castroperstrasse vorfährt. Mittig der Castroper Straße kann man ebenfalls parken bei rechtzeitiger Anreise vorausgesetzt. Einfach entweder an der besagten Kreuzung nach links (Richtung Stadion) oder nach rechts (Richtung Stadtzentrum) orientieren.
Direkt an der Castroper Strasse befindet sich der Zugang zum Gäste-Eck-Stehplatz-Block. Der Block E1 (Stehplatz) bietet 1.200 auswärtigen Fans Platz. Darüber hinaus sind die Sitzplatz-Blöcke E2 (947 Plätze) und F (1.400 Plätze, nur wenn E2 ausverkauft ist) für Fans der Gastmannschaft vorgesehen. Am Spieltag öffnet das Vonovia Ruhrstadion 90 Minuten vor Spielbeginn. Karten für den Gästebereich sind ab 2 Stunden vor Spielbeginn direkt an den Kassen 9 und 10 am Gästeblock zu erwerben.

Das Vonovia Ruhrstadion in Bochum wird von vielen aktiven Fußballfans als eines der besten Stadien in ganz Deutschland angesehen. Das Stadion ist ein klassisches, "ehrliches", reines Fußballstadion ohne Schnickschnack mit Nähe zum Spielfeld auf allen Plätzen. Die Tribünen laufen lückenlos um das Spielfeld. Das Stadion, gehört schon zum "alten Eisen" der Liga. So hat es sich seit seiner Einweihung nach Komplett Um– und Neubau vor fast 39 Jahren seinen ursprünglichen Charme im Innern treu bewahrt. Die Sicht vom Gästeblock ist vorbildlich, bis auf den kleinen „toten Raum“ direkt hinter einer der beiden Videotafeln im Stadion. Diese neuen Videotafeln wurden am 1. Spieltag 2004/05 beim Heimspiel gegen Bayer Leverkusen eingeweiht. Größe (B x H): 6,40 m x 4,48 m = 28,67 m²

Für Gänsehaut sorgen z.B. das Vereinslied "Bochum" von Grönemeyer kurz vor dem Spiel, von allen VfL-Fans lautstark mitgesungen und mit Schalparaden begleitet. Zum ersten Mal im Stadion gespielt worden ist der Identitätsstiftende Song am 20. März 1992, acht Jahre nachdem Grönemeyer sein Album „4630 Bochum“ veröffentlichte. Unmittelbar vor dem Lokalderby gegen die SG Wattenscheid 09. Bis heute ist „Bochum“ integraler Bestandteil eines jeden VfL Heimspiels vor dem Anpfiff und wird auch lautstark in den unterirdisch gelegenen Spielertunnel übertragen.

Naviadresse: Castroper Straße 145 | 44791 Bochum.
Alternativ - Stadionring oder Gerstenring eingeben.

Entfernung: Aue – Bochum 506 km (über A4 Eisenach) – oder 521 Km (über A72/A38 Leipzig und Kassel)

Blockplan und Stadion Umgebung in Bochum. Quelle: VfL Bochum
Geschrieben von Burg am 25.04.2018, 22:08   (70x gelesen)